Reputation Scrabble

Reputationsaufbau für Dienstleister & B2B

Update: ich habe diesen Beitrag mittlerweile auch um einen Praxisguide zur lokalen SEO ergänzt, der nicht nur Dienstleistungs- und B2B-Herausforderungen löst.

1: Referenzen auf der eigenen Website einbinden

Wenn du bereits über einen Kundenstamm verfügst und auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken kannst – lass es andere Interessenten wissen, indem dem Kundenreferenzen auf deiner Website einbindest. In der Kurzform verwenden einige Unternehmen lediglich ein Bild und das Logo des Kunden – so lassen sich beliebig viele bekannte Logos nebeneinander unterbringen. Für deine Seitenbesucher dürfte darüber hinaus interessant sein, welche Leistungen du für den Kunden erbracht hast und wie er selbst diese bewertet. Versehe daher das Logo oder Bild des Unternehmens mit einem aussagekräftigen Titel. Erwähne kurz, worum es sich bei dem Auftrag handelte, was im Laufe der Zusammenarbeit an Leistungen erfolgte und füge eine knappe Zusammenfassung sowie ein Zitat des Kunden ein, so wie wir das auch mit unseren SEO Cases machen.

Zusätzlich solltest du deinen Kunden eine Bewertungsmöglichkeit auf einer Skala von 1-5 Sternen geben (1 ist schlecht, 5 ist gut). In der Regel muss die Bewertung dann über eine schema.org-optimierte Programmierung in deiner Website übernommen werden. Alternativ kannst du aber auch Bewertungen über unser WordPress SEO Plugin in deiner Website einbetten.

2: Referenzschreiben als Kopien und Handouts verteilen

Es muss nicht immer online sein – nutze auch Präsentationen oder Messen, bei denen sich potenzielle Kunden einfinden, um auf deine Dienstleistung hinzuweisen. Wähle Referenzen aus, die für die jeweilige Zielgruppe interessant sind. Kurze und knackige Kundenaussagen lassen sich zudem gut auf Drucksachen wie der Visitenkarte einbinden – aber möglichst so, dass die Drucksachen insgesamt nicht zu überladen wirken.

3: Bewertungen in Google Business zulassen

Was vormals Google Places hieß, ist heute Google My Business. Der Dienst hat den Vorteil, dass du dein Unternehmen kostenlos eintragen kannst und so bei regionalen Suchanfragen direkt über eine Karte mit allen Kontaktinformationen auffindbar bist. Darüber hinaus kannst du deinen Eintrag mit anderen Google-Diensten verbinden. Nutzer haben hier die Möglichkeit, dein Unternehmen zu bewerten. Du wirst dann über die Bewertungen informiert und kannst darauf auch reagieren, wenn du einen Google Business-Eintrag hast.

Da Google zugleich die am häufigsten verwendete Suchmaschine ist, nutzt dir der Eintrag hier wesentlich mehr als einer in anderen Social Media. Ein optimierter Google Business Eintrag stellt damit auch einen Motor zur lokalen Suchmaschinenoptimierung für deine Firma dar.

4: Präsentieren statt herrschen (Employer Branding)

Sind deine Mitarbeiter zufrieden mit den Arbeitsbedingungen deiner Firma? Dann stelle dein Licht nicht unter den Scheffel. Auf Plattformen wie beispielsweise Kununu hast du die Möglichkeit, dein Unternehmen öffentlich darzustellen. Deinen Mitarbeitern steht es frei, Faktoren wie die Arbeitsatmosphäre, die Arbeitsbedingungen oder das Vorgesetztenverhalten mit 1 bis 5 Sternen zu bewerten und Verbesserungsvorschläge oder lobende Kommentare abzugeben. Willst du auch unternehmensintern regelmäßig abfragen, wie es um die Mitarbeiterzufriedenheit bestellt ist, bietet sich eine neue App des Start-ups „Company Mood“ an.

5: Online und Influencer Marketing betreiben

Hast du einen guten Draht zu deinen Kunden und Klienten und betreiben diese selbst eine attraktive Website? Dann kann es nicht schaden, zu fragen, ob sie über die erfolgte Zusammenarbeit bloggen oder einen Link zu deiner Website inklusive (Kurz-) Beschreibung setzen wollen. Informiere dich auch über Möglichkeiten, die Fachpresse für deine Dienstleistung und Angebote zu begeistern. Baue dir einen Presseverteiler auf und versorgen die Journalisten und Blogger (sogenannte Influencer) regelmäßig mit interessanten Informationen. Durch kommerzielle Presseverteiler und News-Dienste wie Feedly lassen sich schnell die wichtigsten Einflussnehmer identifizieren und ihnen folgen. Influencer besitzen bei ihren Followern eine hohe Glaubwürdigkeit, weil sie in der Regel keine bezahlten Werbekampagnen durchführen, sondern über Produkte und Dienstleistungen berichten, von denen sie selbst überzeugt sind.

Ganz wichtig bei der Pressearbeit ist, kein Interesse zu heucheln. Wenn du die Medien der Journalisten und die Blogs oder Kanäle der Influencer nicht liest, lass es erstmal besser sein. Die Leute merken das. Folge den Leuten dann erst mal und lies deren Medien, um heraus zu finden wie die Leute ticken und für was sie sich interessieren, um eine bessere Grundlage für eure Beziehung aufzubauen.

Fazit: Reputationsaufbau folgt anderen Gesetzen als Produktmarketing

Du siehst: Es gibt eine Fülle an Möglichkeiten, die eigene Reputation im Netz erfolgreich aufzubauen.

Berücksichtige bei deiner Positionierung, dass eine ausführliche Bewertung für deinen Kunden, Journalisten oder Influencer eine Leistung darstellt, für die sie zumindest ihre Zeit opfern. Manch einer wird diese Zeit nicht umsonst investieren. Deswegen empfehle ich entweder ein kleines Präsent (engl. Incentive) verfügbar zu haben oder zumindest auch Budget für den Reputationsaufbau einzuplanen. Denn zumindest Journalisten und Influencer leben davon und möchten entsprechend oft ihre Leistungen auch bezahlt sehen (in Form von sogenannten Advertorials oder Native Advertising).

Praktische Empfehlungen zur Vorgehensweise

Für den Aufbau deiner Reputation sind zufriedene Kunden die besten Garanten. Nutze erfolgreiche Projekte oder Cases unmittelbar nach deren Abschluss. Schreibe deine Kunden direkt an und bitten Sie sie um eine Bewertung. Erleichter Ihnen dies, indem du ihnen die Möglichkeit gibst, ein (PDF-) Referenzschreiben auszufüllen, mit Titel, Kurz- und Langbeschreibung sowie Fazit (als Zitat) und Sternenbewertung für deine Website. Lasse die Kunden entscheiden, ob sie namentlich genannt werden wollen. Bitte die Kunden zusätzlich oder alternativ darum, ihre Meinungen in Google Business und weiteren Social Networks zu streuen. Gleiches geht im Bereich des Employer Brandings übrigens auch als “Dank” für ein gutes Arbeitszeugnis (hier aber vorsichtig sein, das darf nicht Bedingung sein).

Außerdem kannst du die Kunden deiner Firma fragen, ob sie einen heißen Draht zur Presse haben und über euren Case berichten wollen. Biete ihnen gerne dafür Unterstützung an, auch in Form von Vorformulierungen, die diese nur noch auswählen und/oder anpassen müssen. Das ist besonders wichtig, wenn die Kunden sich mit Referenzschreiben noch nicht auskennen.

Exemplarisch kannst du hier unsere Referenzbitte mit -Formular herunterladen. Gerne schicken wir dir auch die offene Word-Datei als Vorlage zur Unterstützung bei deinem Reputationsaufbau und helfen aktiv bei der Implementierung in die Prozesse deiner Firma.

Foto: © stanciuc / Dollar Photo Club