6 starke Tipps für optimale Metadaten

Metadaten sind Informationen im Quelltext Ihrer Website, die an Suchmaschinen und Social Media übermittelt werden. Sie sind oftmals nicht direkt in den Inhalten Ihrer Website sichtbar, werden dafür aber als Vorschau Ihrer Website in Google, Bing, Facebook und Twitter dargestellt.

Da die Metadaten auch Rankingfaktoren zur Suchmaschinenoptimierung sind, ist es wichtig, für Seitenbetreiber und Firmeninhaber diese zu optimieren und optimierte Daten zu identifizieren. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie (weitestgehend) ohne Programmierung die Metadaten Ihrer Website optimieren können und somit beste Metadaten identifizieren können.

1. Der Meta Titel ist das wichtigste Element in den Metadaten

Der Metatitel wird über den Title-Tag aufgerufen und besteht aus dem Inhalts- und dem Seitentitel sowie einem Trennzeichen. Der Inhaltstitel beschreibt die Rubrik auf Ihrer Website, um die es sich bei der (grün markiert) verlinkten Seite handelt. Der Seitentitel ist in der Regel Ihr Firmenname. Ein Minus oder sonstiges Zeichen trennt den Seitentitel vom Firmennamen. Dieses Trennzeichen wird durch ein Leerzeichen links und rechts davon ergänzt.

Man könnte die Reihenfolge von Inhalts- und Seitentitel auch umkehren, dies macht aber nur dann Sinn, wenn der Firmenname nicht in der Domain zu finden ist und der Firmenname primäres Ziel zur Suchmaschinenoptimierung ist. Denn je früher ein Suchbegriff im Titel auftaucht, desto wichtiger ist er für die Optimierung Ihrer Seite. Da sehr selten das Ziel ist, unter dem eigenen Firmennamen gefunden zu werden, verabschieden wir uns mal von dem Gedanken und konzentrieren uns darauf, den Inhaltstitel möglichst knackig zu halten:

Bauen Sie dazu passende Suchbegriffe in Ihrem Inhaltstitel ein und laden Sie den Titel gerne emotional auf. Mit der emotionalen Aufladung bezeichnen wir Adverbien oder Formulierungen, die das Interesse Ihrer Zielgruppe wecken können. Sie sollen Ihre Website von den 0-8-15 Formulierungen Ihrer Wettbewerber unterscheiden. Für die Startseite entwickelt man meist einen branchenrelevanten Titel. Für die Unterseiten einer Website wählt man meist Angebots- oder Inhaltsbezogene Titel.

Bei lokal tätigen Unternehmen verwendet man hierzu in der Regel die branchenübliche Bezeichnung der Firma und den Ort (z.B. „Internetagentur mit Biss aus München – DELUCKS“). Bei überregional tätigen Unternehmen wie Online Shops oder Portalen sollte man sich mehr auf die Angebote konzentrieren, wie zum Beispiel „Nützliche Autoteile und Ersatzteile – Online Shop QP24“.

Im Gegensatz zu manch veralteter Annahme ist der Metatitel keine 69 Zeichen mehr lang. Zumindest aus Google-Sicht beträgt die Länge des Meta Titels in der Regel 55 Zeichen. In der Regel deswegen, weil Buchstaben und Zeichen mit einer kürzeren Breite (Laufweite genannt) wie zum Beispiel ein „i“, weniger Platz brauchen und somit mehr Spielraum für Zeichen geben können. Umgekehrt verhält es sich mit längeren Zeichen wie dem „w“. Da es jedoch wenig Sinn für normal sterbliche macht , jeden Buchstaben nachzumessen, raten wir Ihnen dazu sich auf den Mittelwert von 55 Zeichen zu fokussieren.

2. Die optimale Beschreibung oder Meta Description

Die sogenannte Meta Description ist eine kurze Vorschau oder Einleitung zu Ihrer Website. Sie sollte die Nutzer auf das vorbereiten, was sie bei Ihnen auf der Website erwartet. Achten Sie also darauf, die Inhalte in der Meta Description auch auf der Website zu bestätigen. Sie beinhaltet idealerweise ebenfalls die Suchbegriffe aus dem Titel, kann aber auch weitere Schreibweisen oder Formulierungen beinhalten.

Die Meta Description ist in der Regel 155 Zeichen lang (siehe Meta Titel) und wird immer öfters, wenn deren Länge (deutlich) unter- oder überschritten wird, automatisch von Google definiert/ geändert. Diese Automatische Veränderung führt nicht selten dazu, dass zwar der Inhalt umrissen aber keine attraktive Inhaltsangabe erstellt wird. Achten Sie also auch hier auf die Länge – wie auch im echten Leben ;-).

In der Meta Description umreißen wir also nicht nur den Inhalt der Website, sondern versuchen damit auch – ähnlich wie in einer Werbeanzeige – Interesse zu wecken. Das kann man durch Handlungsaufforderungen machen, wie z.B. „Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Metas Ihrer Website für Suchmaschinen und Social Media einfach optimieren können.“ , Sie können hier aber kreativere Formulierungen und Wortspiele einsetzen, um Ihre Firma und Angebote von der Konkurrenz abzugrenzen. Außerdem werden immer häufiger in der Beschreibung einer Website auch Qualitätsversprechen gegeben, um erstes Vertrauen bei den Nutzern aufzubauen. Bei einem Online Shop wäre dazu folgende Formulierung denkbar:

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Sie sehen in diesem Beispiel ein paar Sonderzeichen, die auch als Solche in Suchmaschinen und Social Media übernommen werden. Auf die Nutzung von Sonderzeichen möchten wir nun eingehen:

3. Durch Sonderzeichen aus der Masse hervorstecken

In der Tat kann man seine Website durch den sinnvollen Einsatz von Sonderzeichen in den Suchergebnissen hervorheben. Dies gilt übrigens nicht nur für die Google Suche, sondern es lassen sich damit auch die Suchenden in YouTube auf Ihre Platzierung lenken. Wir empfehlen hierzu allerdings, es nicht mit Sonderzeichen zu übertreiben, da diese ohne Zusammenhang oft mehr als Spam betrachtet werden, als interessant sind. Eine sehr nützliche Übersicht an Sonderzeichen finden Sie hier. Die Sonderzeichen können Sie sowohl im Titel (übrigens auch bestens als Trennzeichen geeignet) als auch in der Beschreibung Ihrer Website einbauen.

Außerdem interessant zu wissen: Seit geraumer Zeit versteht nicht nur Facebook Emoticons (Smileys), sondern auch Google kann die emotionalen Platzhalter interpretieren. Trotz umfangreicher Recherche haben wir aber noch kein Beispiel gefunden, wo ein :-) in einen lachenden Smiley umgewandelt wurde. Insofern wird die Anreicherung von Emoticons sich wohl für’s erste „nur“ auf die Indexierung in Google auswirken (vielleicht erkennt Google dann auch bald Ironie und Sarkasmus und ist eingeschnappt, wenn man die Suchmaschine auf den Arm nimmt oder ihr keine Blumen zum Valentinstag schenkt ;-)).

Also, zurück zum Thema: Sonderzeichen einsetzen, es aber nicht übertreiben. Nun weiter:

4. Doppelte Metadaten vermeiden

Egal in welcher Rubrik Ihrer Website sollten Sie doppelte Meta Titel und Beschreibungen immer vermeiden. Diese kommen oft auf paginierten Seiten und in Archiven vor, wo einfache Inhaltslisten auf mehrere Seiten aufgeteilt werden. Sie entstehen durch falsche oder nicht korrekt gesetzte Einstellungen. Manchmal entstehen Dopplungen aber auch durch reine Faulheit oder „Budgetoptimierung“.

Das einfachste Mittel hierzu ist sauber zu arbeiten und alle Inhalte manuell mit Metadaten zu versehen. Dies ist vor allem bei einer größeren Anzahl von Seiten nicht immer leicht, da schnell der Überblick verloren werden kann. Professionelle SEO Tools wie Searchmetrics können Ihnen hierzu helfen, den Überblick zurück zu gewinnen. Für Betreiber von WordPress-Websites gibt es durch unser SEO Plugin die Möglichkeit, direkt bei der Erstellung von Metadaten einen Hinweis auf Dopplungen zu bekommen, und die damit von vorn herein zu vermeiden.

Diese Definition von Metadaten geht aber nur selten bei paginierten Seiten und Archiven, da es kaum Sinn macht für jede Xte Seite einen extra Titel und Beschreibung zu definieren. Theoretisch können hier zwar automatisch generierte Seitenangaben in die Titel und/ oder Beschreibungen eingebaut werden, allerdings führt das oft mehr zu einer Verschlechterung von Metadaten als zu einer höheren Anzahl direkter Zugriffe aus Google und Co zu den jeweiligen Rubriken. Deswegen empfehlen wir Ihnen einfach solche paginierte Seiten und Archive von der Indexierung in Google auszuschließen, allen Links darin aber zu folgen (und diese nicht mit entwerten zu lassen). Durch die Angabe der Meta Information

<META NAME=”ROBOTS” CONTENT=”NOINDEX, FOLLOW”>

im Kopfbereich einer Seite erreicht man, dass die (paginierte / Archiv-) Seite nicht in Google indexiert wird, alle darin befindlichen Links aber indexiert werden können. Auch hier gilt: bei guten Onpage SEO Tools wie unserem kann man das mit ein paar Klicks ganz leicht vornehmen, ohne im Quelltext programmieren zu müssen.

5. Social Media Metadaten

In der Tat wollen auch Facebook, Twitter und Google+ Ihre Website bestmöglich darstellen. In der Regel ist es hier mit globalen Einstellungen schnell getan: Social Networks arbeiten primär mit sogenannten „Open Graph“-Daten (kurz: „meta:og“). Hier wird aber nicht nur der Titel und die Beschreibung einer Seite übertragen, sondern es sollten auch Vorschaubilder gekennzeichnet und die Links zu den Social Media Profilen mitgeteilt werden, damit soziale Netzwerke Ihre Website nicht nur besser anzeigen, sondern sie auch direkt mit Ihrer Fanpage oder Ihrem Kanal verbinden können.

Man kann sich’s hier natürlich leicht machen und einfach ein Onpage SEO Tool (natürlich macht unser SEO Plugin das auch) installieren, welches eine Optimierung der Social Media Metas einfach übernimmt. Sie können sich aber auch durch die Anleitungen von Facebook, Twitter und Google+ arbeiten und die entsprechenden „Tags“ im Quelltext Ihrer Website verankern und mit Aufrufen bzw. Platzhaltern für Eingabefelder im Administrationsbereich verknüpfen. Wie das genau geht zeigt Ihnen gerne der Entwickler Ihres Vertrauens.

Wichtig dazu ist die Social Media Metadaten zu verifizieren:

  • Facebook bietet dazu ein Debug Tool an, mit dessen Hilfe Sie Fehlern in der Darstellung Ihrer Seiten auf den Grund gehen können.
  • Twitter hat ein Validierungstool für seine etwas spezielleren „Twitter Cards“. Hier ist es wichtig, dass Sie Ihre Website für die Nutzung von Twitter Cards auch freischalten lassen – die Daten alleine bringen Ihnen noch herzlich wenig. Dies geht kostenlos und wenn Sie ein Twitter Konto haben.
  • Google bietet mit seinem Rich Snippets Validator ein Tool an, mit dem man theoretisch den Google+ Namen prüfen kann. Theoretisch deswegen, weil die sogenannte Google+ Autorenschaft („Google+ authorship“ genannt) momentan auf den absteigenden Ast ist.

Google+ ist zwar in der aktuellen Konstellation nicht mehr wirklich zukunftsfähig, wird sich aber sicherlich weiterentwickeln. Da aktuell erste Tweets probeweise in den englischsprachigen Suchergebnissen erscheinen, ist eine kombinierte Strategie mit Twitter durchaus vorstellbar. Von Google-Seite ist aber noch ein letzter Punkt in unserer Liste wichtig:

6. Strukturierte Daten für Google

Google liest im Metabereich nicht nur den Titel und die Beschreibung einer Seite, sondern auch sogenannte Strukturierte Daten und Mikrodaten. Dazu gehören beispielsweise Öffnungszeiten, Adressdaten, Navigationspfade und (Produkt-) Bewertungen. Diese Daten werden dann (nach Lust und Laune von Google) als zusätzliche Informationen bei der Vorschau Ihrer Website dargestellt. Man bezeichnet diese erweiterten Anzeigen von Websites in den (natürlichen, nicht bezahlten) Suchergebnissen von Google auch als Rich Snippets, weil sie eben um weitere Informationen angereichert sind.

Um Rich Snippets für die eigene Website zu erstellen, hält man sich am besten an die Vorlagen von Schema.org und testet die Implementierung dann über den oben verlinkten Rich Snippets Validator. Oder man setzt einfach mal wieder auf das richtige Onpage SEO Tool: unseres (das ist langsam viel Eigenlob, das wissen wir, aber wir haben tausende von Stunden in die Entwicklung unserer Software investiert und sind einfach stolz darauf, so etwas umfangreiches entwickelt zu haben, mit dem sich ein normal sterblicher oft nur in extrem langen Blogbeiträgen wie diesem beschäftigt).

Anstatt aber nun weiter in Eigenlob zu schwelgen oder Sie mit technischen Details zu langweilen, noch letzte Tipps zu den Rich Snippets:

  • Optimieren Sie auch Ihre Website-interne Suchfunktion über die „Sitelinks Search Box“ auf die Rich Snippets von Google. Größeren Seiten und Shops empfehlen wir die Google-eigene Suche in individualisierter Form in ihr System zu implementieren. Die Suche ist extrem stark und führt zu optimalen Suchergebnissen – Nicht nur innerhalb Ihrer Website.
  • Außerdem interessant für E-Commerce Projekte ist das Trusted Stores Programm von Google, einer Art Vertrauenssigel à la Trusted Shops, dessen Bewertungen direkt in die Suche und für Werbeanzeigen verwendet werden können. Diese Bewertungen kann man aber auch (noch) separat über die sogenannte Rating Stars einreichen – dann machen sie auch für kleinere Projekte Sinn.
  • Stellen Sie den Titel Ihrer Website richtig ein: https://developers.google.com/structured-data/site-name. Dies ist vor allem für Ergebnisse in der mobilen Suche wichtig.

Unser Fazit

Metadaten sind zwar unsichtbar aber eigentlich sehr einfach erstellt: Reichert man die Suchbegriffe darin emotional an und berücksichtigt die Zeichenlimits, vermeidet Dopplungen und beherrscht die technischen Kniffe, so kann man seine Website richtig stark in Google, Bing, Facebook & Co. positionieren. Strategische SEO Tools helfen dabei, den Überblick zu behalten, praktische Onpage Tools übernehmen idealerweise die Programmierung. Onpage SEO Tools wie unseres helfen dabei, die Metadaten sinnvoll zu generieren.

Wichtig bei der Optimierung der Metadaten ist neben den richtigen Tools auch immer ein korrekt eingestelltes Theme bzw. Template.