Google Ranking-Faktoren 2014

Alle Jahre wieder stellt der Softwarehersteller Searchmetrics seine Studie zu den Ranking-Faktoren bereit. Was für Suchmaschinenoptimierer einfach zu verstehen ist, ist für Laien ein Buch mit sieben Sigeln. Damit man aber als Laie beurteilen kann, was eine gute SEO ausmacht, fassen wir die Studie in hoffentlich verständlichem Deutsch zusammen.

Die Nutzer stehen im Vordergrund

Google arbeitet konstant an der Verbesserung seiner Suche, damit Nutzer der Suchmaschine immer möglichst relevante Suchergebnisse erhalten (neben Werbeanzeigen mit teilweise fragwürdiger Relevanz). Dazu bezieht Google die direkten und indirekten Reaktionen Ihrer Besucher als menschliche und damit intelligente Komponente in seinen Indexierungs-Algorithmus mit ein.

Direkte und indirekte Reaktionen

Von direkten Nutzerreaktionen wird aktuell hauptsächlich die Anzahl an Klicks Ihrer Besucher während ihres Website-Aufenthaltes und dessen zeitliche Länge gemessen. Diese zwei Komponenten zählen zu den 10 Faktoren, denen Google am stärksten Gewichtung innerhalb des letzten Jahres gegeben hat und in der Zukunft geben wird. Die Absprungrate Ihrer Besucher von der Website wird ebenfalls mit einbezogen, allerdings ist der Zuwachs von Relevanz aktuell noch überschaubar.

Mit indirekten Reaktionen sind vor allem sogenannte Social Signals gemeint. Das sind Reaktionen von Nutzern in sozialen Netzwerken. Dazu gewinnt Facebook deutlich stärker an Einfluss als Google+ und Twitter. Das Schlusslicht bildet das Netzwerk Pinterest. Da das Social Network Google+ nicht den Erfolg abzeichnet, wie die Suchmaschine sich das gewünscht hatte, nehmen wir an dass es bald einen anderen Zweck bekommt und dann anders mit in das Ranking einbezogen wird.

Nutzerreaktionen werden immer wichtiger

Da die künstliche Intelligenz vermutlich noch ein paar Jahre braucht, um Quelle für den Google Algorithmus zu sein, gehen wir wir davon aus dass das Nutzerverhalten (Schwarmintelligenz?) in Zukunft noch stärker mit einbezogen wird. Das liegt primär daran, dass die Nutzer sowohl Zielgruppe als auch Indikatoren und somit die beste und preiswerteste Quelle für die Einstufung von Relevanz sind. Besonders wird Google versuchen, sich auf das direkte Nutzerverhalten zu konzentrieren, da dies aktuell noch kaum (in der Masse) gefälscht werden kann. Bei indirekten Reaktionen ist dies deutlich einfacher.

Content ist und bleibt King

Positive Nutzerreaktionen sind zu etwa einem viertel für das Google Ranking verantwortlich, kommen aber selten von irgendwo her: sie sind die Folge von relevanten Inhalten, einfachen Website-Strukturen und damit auch gutem Design und einer soliden Technik.

Hierbei ist vor allem darauf hinzuweisen dass weniger der einzelne Suchbegriff als vielmehr das Zusammenspiel aller zum Thema relevanten Suchbegriffe als Indikator für gute Inhalte verwendet wird und somit der Kontext aller Inhalte mehr an Fokus gewinnt.

Die beiden websiteabhängigen Faktoren (in der Fachsprache nennen wir das einfach nur „Onpage“) Technik und Inhalt stellen alleine grob die Hälfte der Ursachen für ein Google Ranking dar. Da die Onpage Faktoren aber oft für die Reaktionen Ihrer Besucher verantwortlich sind und die Website selbst Ziel sämtlicher Verlinkungen anderer Websites sind, ist und bleibt die Qualität Ihrer Inhalte definitiv der wichtigste Faktor zur SEO.

Verlinkungen sind Gold

Interne Verlinkungen innerhalb Ihrer Inhalte sind wichtig, aber Links von anderen Websites auf Ihre Website – sogenannte Backlinks – sind „ultra mächtig“. Das war bei Google schon immer so und wird in der nahen Zukunft sicherlich noch weiterhin bestehen, wobei sich die Verlinkungen in Zukunft immer mehr mit den indirekten Nutzerreaktionen vermischen werden. Hierbei kann man davon ausgehen dass Links mehr als Klasse-Faktor ziehen und Social Signals dann die Masse repräsentieren. Das ist zwar Provokant, aber im Grunde logisch: eine Reaktion in Facebook & Co bedarf zunächst nur eines Klicks und höchstens ein paar Zeichen  für ein Kommentar. Ein Blogbeitrag zum Beispiel, ist dagegen eine Referenz die meist mehr Zeit in Anspruch nimmt und somit kaum in der gleichen Masse angewandt werden kann.

Wer sich abschließend ein Bild aller Faktoren im einzelnen machen möchte, dem empfehlen wir einen direkten Blick in die Rankingfaktoren Sudie von Searchmetrics.