RSS Feed Icon

WordPress RSS Feed Optimieren

WordPress ist von der Geschichte her ein Blog-System, bevor es zum vollwertigen CMS wurde. Das Herzstück jeder Website auf WordPress-Basis ist also ein Blog, das regelmäßig gepflegt, aktualisiert und natürlich auch gelesen werden sollte. Um mehr Leser zu gewinnen und sie zu binden gibt’s viele Möglichkeiten:

  1. Mit den Posts in Google nach oben zu kommen und gefunden werden
  2. Von anderen (WordPress-) Blogs erwähnt werden
  3. Über Social Media wie Facebook, Twitter und Google+ posten, diskutieren und empfohlen werden
  4. Durch Newsletter-Abonnenten empfohlen werden
  5. Durch Diskussionsplattformen und -Tools wie Disqus oder durch ”native Advertising“ (bezahlte Leseempfehlungen) auf anderen Seiten als Lesenswert erscheinen
  6. In Feed-Readern (über Tools wie Feedburner) erscheinen, abonnieren lassen

Wo sich die Punkte 1-5 hauptsächlich durch gute Inhalte entwickeln lassen, bedarf es für News Feeds bzw. sogenannte RSS Feeds etwas Setup, um auch darüber Nutzer auf das eigene Blog oder die Website zu ziehen.

Was ist RSS?

Der RSS Feed ist ein Protokoll (d.h.) eine Funktion zum abonnieren von News, also Blog-Beiträgen. Besser gesagt handelt es sich hierbei um anonyme Abos (sog. „Feeds“) deiner WordPress Website, die mit Hilfe eines RSS Readers, also spezieller Software, gelesen werden.

Im Gegensatz zum Newsletter „spamt“ der RSS Feed nicht den Posteingang des Mail-Postfachs zu, sondern reiht sich in die wichtigsten, für einen persönlich relevanten, News bzw. Feeds ein. Die Leser-Zahl von RSS Abonnenten ist zwar oft geringer als beim Newsletter, weil’s dazu eben ne separate Software braucht, allerdings nicht weniger relevant: denn durch die höhere Einstiegsbarriere (also den RSS Reader, die benötigte Software) nehme ich an dass RSS Feed-Leser oft professioneller und kritischer sind, weil sie eben mehrere Quellen bzw. Feeds vergleichen können, und einem somit mehr Anspruch auf relevante Posts haben. Zusätzlich glaube ich auch dass RSS Feed-Leser eher Beiträge teilen oder in eigenen Posts erwähnen, da es wie schon beschrieben öfters professionelle Anwender sind, die gute Beiträge zu schätzen wissen.

RSS Feed Reader

Um solche Feeds zu abonnieren empfehle ich den Feed-Reader „Feedly“. Er ist nicht nur super einfach zu bedienen, sondern erlaubt auch die Blogbeiträge nach Schlagwörtern („tags“) zu speichern und zu archivieren. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn du mehrere Feeds unterschiedlicher (WordPress-) Seiten abonnierst. In der Pro-Version des Feed Readers – die Investition lohnt sich – kannst du die Beiträge auch als PDF in der Dropbox archivieren, was vor allem als Wissensdatenbank für Teams sehr praktisch ist.

Feedly mit IFTTT und Buffer für automatische Google+ Posts nutzen

Außerdem kannst du Feedly mit IFTTT und Buffer kombinieren, und so beispielsweise „tote“ Social Media Kanäle wie Google+ oder Bookmarking-Dienste wie delicious mit Inhalten deiner Schlagwort-Feeds bespielen, ohne sie so intensiv wie Facebook, Twitter und Co betreiben zu müssen.

Soll heißen: du „taggst“ regelmäßig relevante Posts in Feedly. Dazu stellst du in IFTTT eine Regel ein, dass alle Blog-Posts, die mit dem dem besagten Schlagwort / „tag“  markiert sind, auf Buffer geteilt werden.

Ich ergänze den Link der Posts, die dann von Feedly über IFTTT zu Buffer geteilt werden, um ein bis zwei relevante Hashtags und klicke anschließend auf „Add“ oder „Update“.

Screenshot aus IFTTT für Feedly- und Buffer-Einstellungen

Anschließend verknüpfst du in Buffer dein Google+ Konto bzw. die passende Firmenseite zu deinem Blog. Dann stellst du ein, dass alles, was „gebuffert“ wird, auf Google+ automatisch gepostet wird, und gut ist’s.

Hinweis: Ich empfehle dir trotz dieser Automatisierung, um WordPress Blog-Posts auf Google+ zu bekommen, das Netzwerk regelmäßig zu besuchen und auch mal individuelle Statusnachrichten zu veröffentlichen. Je größer und bekannter deine WordPress-Website ist, desto mehr Zeit solltest du darin investieren. Denn die Aktivität auf Google+ ist auch ein Rankingfaktor für deine WordPress-Website. Überleg dir am besten selber, wie oft es für dich Sinn macht dort vorbei zu schauen.

RSS Optimierung

WordPress bietet von Haus aus einen RSS Feed für Blogbeiträge an. Seiten sind in der Regel von RSS Feeds ausgeschlossen, können aber manchmal Sinn machen: durch visuelle Editoren wie den Visual Composer (mein Favorit) hat man oft mehr Gestaltungsmöglichkeiten und kann so neue Produkte, Angebote oder Leistungen besser präsentieren. Du kannst Seiten und andere „Custom Post Types“ durch dieses Plugin  neben deinen Blog Posts in den RSS Feed aufnehmen, oder du aktivierst im Textoptimierungsmodul von unserem WordPress SEO Plugin einfach die Funktion, um Seiten in den RSS Feed aufzunehmen.

Leser anziehen

Nun zur eigentlichen Optimierung: grundsätzlich zeigt WordPress den ganzen Text von einem Blog-Post oder einer Seite an. Das ist zwar praktisch für die Leser vom RSS Feed, weil er alle Inhalte von deinem Blog direkt in seinem Reader lesen kann, allerdings ziehst du sie damit nicht auf dein Blog bzw. Website, sondern behältst sie ausschließlich als „passive Leser“ deines Feeds. Das kann zwar auch in Ordnung sein, allerdings möchte ich doch eigentlich immer mehr Besucher auf meiner Seite bzw. meinem Blog sehen, die möglichst positiv auf meine Inhalte reagieren (nicht nur Kommentare und Social Shares, sondern auch eine lange Verweildauer auf der Seite – denn das ist auch ein SEO Ranking Faktor für Google).

Deswegen empfehle ich entweder nur den Auszug, also die ersten Zeilen von einem WordPress Post im RSS Feed darstellen zu lassen oder besser noch die Einleitung bzw. Meta Beschreibung (engl. Meta Description) in den Feeds zu aktivieren:

  • Den Auszug bzw. die sogenannte Kurzfassung kannst du in WordPress unter Einstellungen > Lesen einstellen. Hier empfehle ich dir auch die News-Feeds auf maximal 10, besser 5 Beiträge zu limitieren, damit ein neuer RSS Abonnent nicht gleich mit unzähligen ungelesenen Beiträgen erschlagen wird. Beim Auszug wird aber in der Regel kein Beitragsbild mit übertragen, das heißt es gibt keine bildliche Vorschau im RSS Reader deiner (potenziellen) Besucher – und das schaut nicht so doll aus.
  • Die Meta Beschreibung kannst du als Vorschau ebenfalls im Modul zur Textoptimierung in unserem SEO Plugin aktivieren. Dazu fügt unser Plugin außerdem das Beitragsbild in der Vorschau ein, damit dein  RSS Feed (wie die meisten anderen) auch visuell anspricht.

Screenshot aus DELUCKS WordPress SEO Plugin für RSS Einstellungen

RSS Feed verteilen

Zusätzlich sollte der RSS Feed sichtbar in der WordPress Seite oder deinem Blog verlinkt werden. Das kann durch ein einfaches RSS Icon geschehen, das du im Header oder einem Widget einbaust. Dies kann  entweder auf den Standard Feed deiner WordPress Seite oder Blog verlinken (die URL dazu lautet bei WordPress immer www.deinewebsite.de/feed/), besser ist aber den RSS Feed von WordPress über einen Umweg Link bereitzustellen: den Link aus Google’s Feedburner Dienst.

Screenshot zu Statistik eines Feedburner Feeds

Feedburner ist eine Art Multiplikator für deinen RSS Feed und beinhaltet auch eine einfache Statistik: Unter anderem lassen sich Leserzahlen, deren Entwicklung und die lokale Relevanz (also wo deine Beiträge am häufigsten gelesen werden) erfahren.

Screenshot aus Feedburner zum Einreichen eines RSS Feeds

Dazu reichst du (eingeloggt, mit deinem Google Konto) einfach den Feed von deinem WordPress Blog durch die Funktion „Burn a feed right this instant“ ein. Anschließend richtest du noch ein Bild (also z.B. dein Logo oder ein Willkommensfoto) mit exakt 144px Breite ein und ergänzt – sofern deine WordPress-Seite lokal ausgerichtet ist – evtl. noch die Geodaten deiner Seite durch die Höhen- und Breitengradangabe, bspw. aus diesem Dienst.

Anschließend baust du den Feedburner-Link in deiner Seite oder deinem Blog ein. Alternativ bietet dir Feedburner auch ein Widget für deine WordPress-Website oder -Blog an, mit dem du mehr RSS Abonnenten gewinnen kannst, da beispielsweise die aktuelle Zahl an RSS Abos dargestellt wird.

Fazit zur WordPress RSS Feed Optimierung

Gewusst wie ist das Setup eines optimierten Feeds in WordPress kinderleicht. Damit du stets weißt, wie deine Beiträge in den Feed-Readern angezeigt werden, empfehle ich dir deinen RSS Feed auch selber zu abonnieren.

Sollte aus irgendeinem Grund dein WordPress RSS Feed nicht unter deiner URL www.deinewebsite.de/feed/ erreichbar sein, solltest du die Einstellungen deines Themes prüfen und mit denen von WordPress für RSS vorgeschlagenen Einstellungen abgleichen.