SEO-Prozess

SEO ist keine einmalige Marketing-Maßnahme, sondern ein stetiger Prozess. Man unterscheidet jedoch zwischen der SEO-Analyse und Konzeption, die zyklisch alle 6-12 Monate stattfinden sowie der konstanten On- und Offpage-Optimierung.

SEO-Analyse

Jede Suchmaschinenoptimierung beginnt mit einem technischen SEO-Check um herauszufinden, ob eine Website und ihre Inhalte richtig indexiert werden können. Denn letztendlich sind Google, Bing & Co. immer noch Maschinen, welche die Inhalte und Programmierungen verstehen müssen. Die Inhalte eines SEO-Checks sind:

Ergänzend zum SEO-Check werden die Erwartungen und finanziellen Möglichkeiten (grob) abgesteckt. So können frühzeitig die Weichen eines SEO-Projekts gestellt und bedarfsgerechte Ressourcen eingestellt werden.

Bei mehrseitigen Websites (Ab 10 URLs) prüft man in einem anschließenden Content Audit die Daseinsberechtigung aller Inhalte und wägt ggf. ab, welche Seiten optimiert oder gelöscht werden sollten.

Website-Konzeption

Die Konzeption beginnt in der Regel mit der Keyword-Recherche. Aus der Nachfrage leitet man Themenschwerpunkte und Budgetempfehlungen für Google Ads (ehem. Google AdWords) ab. Denn Rankings entwickeln sich selten von heute auf morgen, sondern brauchen oft mehrere Monate, bis sie sich entwickeln. Um das zu Kompensieren setzt man zusätzlich auf Werbung. 

Mit dem Keyword-Konzept werden die Suchbegriffe auf die einzelnen URLs einer Website verteilt, Themen geplant und somit die Benutzerfreundlichkeit einer Website definiert. Eine streng hierarchische und möglichst einfache Navigation ist dringend empfehlenswert, denn die Suchmaschinen messen später nicht nur die Relevanz der Inhalte, sondern auch die Reaktionen der Nutzer. Die Konzeption wird mit einer Handlungsempfehlung und einem Themenplan abgeschlossen. Im Themen- oder Redaktionsplan werden idealerweise auch schon weitere externe Traffic-Quellen zur Off Page SEO berücksichtigt. 

Onpage-Optimierung

In der klassischen Website-Optimierung wird mit der Definition der Metadaten und der Entwicklung von SEO-Texten gestartet. Dabei sollte man sich einerseits überlegen, welche Erwartungen und Fragen potenzielle Kunden mit dem jeweiligen Suchbegriff verbinden und andererseits, was die eigenen Angebote besonders macht bzw. gegenüber dem Wettbewerb abgrenzt. So können die Metadaten, Texte, Medien und Interaktionen so ausgerichtet werden, dass die Website auch konvertiert.

Die praktische Onpage-SEO findet idealerweise komplett im Website-Redaktionssystem statt, da dadurch der SEO-Prozess verschlankt wird. Man kann zwar auch die Inhalte in Word schreiben, mit externen SEO-Tools prüfen und erst dann im CMS eingeben, allerdings ist das unnötig umständlich, sofern man das beste CMS mit dem richtigen SEO Plugin nutzt. Zusätzliche strukturelle und technische Optimierungen können übrigens ohnehin nur live oder in einer Entwicklungsumgebung der Website stattfinden.

Offpage SEO

Seit den Anfängen von Google stellen Backlinks die stärksten Ranking- oder Erfolgsfaktoren dar. Da die Suchmaschine mittlerweile fast alle unnatürlich aufgebauten Links erkennt, sollte man kein direktes Link Building mehr unternehmen. Besser und nachhaltiger ist es, sich bei der Offpage-Optimierung auf natürlichen Reputationsaufbau zu konzentrieren.

Zum Reputationsaufbau gehören hauptsächlich Online-Bewertungen – egal ob auf der eigenen Website, in Verzeichnissen wie Google Maps, auf Marktplätzen wie Amazon. Klassische Public Relations, Sponsorings und Werbung sind zwar genauso wichtig, jedoch mit deutlich mehr Kosten verbunden. Hierzu werden Blogs, Magazine, Portale und Social Media identifiziert und ein Dialog initiiert.

Bei der gesamten Offpage SEO wird zyklisch – alle 6-12 Monate – gemessen, wie sich die einzelnen Marketingkanäle auf das Kundenerlebnis (engl. Customer Journey) auswirken. Zyklische Erfolgsanalysen sind eine gute Gelegenheit, um den Ist-Stand und das Website-Konzept zu hinterfragen und ggf. anzupassen. Und so geht’s weiter: