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45 kostenlose SEO Tools für jede Form der Suchmaschinenoptimierung

Als SEO Berater, Trainer und Dozent werde ich regelmäßig nach meinen Empfehlungen für praktische, effektive und preiswerte SEO Tools gefragt. Die einfachste Antwort wäre auf die gängigen kostenpflichtigen SEO Tools von Sistrix, Searchmetrics, Onpage und Linkbird zu verweisen – denn diese setze ich selber je nach Bedarf aktiv ein. Es geht aber auch ohne diesen meist etwas teureren Lösungen und abgesehen davon, haben die folgenden kostenlosen Tools einige Funktionen mit an Bord, welche die großen bekannten Tools noch nicht kennen:

Bevor wir uns auf meine Liste der Top 40 SEO Tools stürzen, drei wichtige Hinweise vorweg:

  1. Diese Liste hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und wird ausschließlich durch meine subjektive Einschätzung geleitet – es gibt hierbei keine (versteckten) Affiliate Links, die mich beeinflussen, nur meine professionelle Einschätzung.
  2. Egal ob du auf ein kostenpflichtiges oder auf ein kostenloses SEO Tool setzt: Software kann immer nur so gut sein wie dessen Anwender. Wenn du dich nicht aktiv mit den Tools und ihren Empfehlungen auseinandersetzt und diese dazu nutzt, wirklich gute Lösungen zu entwickeln, wirst du höchstwahrscheinlich nicht so erfolgreich sein oder sogar Abwertungen riskieren.
  3. Kostenlose Tools werden durch Menschen entwickelt. Ich honoriere sie hier durch meine Erwähnung und Empfehlungen. Jeder sollte auf seine Weise dazu beitragen, entsprechende Lösungen wertzuschätzen: bspw. durch Berichte, Social Sharing oder Spenden. Denn keiner investiert gerne hunderte Stunden Zeit in eine kostenlose Lösung, die dann nicht geschätzt wird. Auch ich stelle mit meiner Firma ein grundsätzlich kostenloses SEO Plugin für WordPress Webseiten zur Verfügung und würde mich öfters mal freuen, wenn diejenigen Nutzer, die nichts dafür ausgeben, zumindest mal ein Danke sagen oder ein positives Kommentar geben könnten.

Kurze Begriffsabgrenzung

SEO Tools und Plugins sind übrigens etwas Unterschiedliches: Tools laufen immer außerhalb von der eigenen Webseite, Plugins werden dort rein installiert. Letztendlich haben alle Lösungen die gleiche Aufgabe: dir bei der Optimierung deiner Seite zu helfen. Tools haben den Vorteil extrem vielfältig zu sein, benötigen aber immer noch Arbeit in weiteren externen Programmen. Plugins (wie unseres) spezialisieren sich auf bestimmte Funktionen und erleichtern somit die direkte Arbeit in der Online Kommunikation. SEO Plugins sind deswegen meist produktiver, da sie dich praktisch bei der Hand nehmen und direkt bei der Kommunikation in deinem Redaktionssystem unterstützen, ohne dass du noch groß externe Programme brauchst.

Suchmaschineninfo

Die folgende Liste an kostenlosen SEO Tools ist gruppiert nach Anwendungsgebiet und eignet sich sowohl für die Google (Marktanteil in Deutschland etwa 90%) als auch für die Bing Suchmaschinenoptimierung (Marktanteil in Deutschland etwa 10%). Microsoft’s Suchmaschine hat meines Erachtens übrigens genauso wie Facebook’s Suche (ist noch nicht voll freigeschalten) keine schlechten Chancen in Zukunft den Markt der Suchmaschinen umzukrempeln. Bitte also nicht nur an Google denken!

Jetzt aber genug an Vorabinfos. Machen wir uns ans Eingemachte!

SEO Sichtbarkeitsanalyse

Bevor du mit der Suchmaschinenoptimierung loslegst, möchte manch einer von uns gern wissen, wie man bisher im Internet gefunden wird. Dies ist auch wichtig, um Erfolge durch bestimmte Maßnahmen zu erfassen: denn jede SEO Maßnahme wirkt sich unterschiedlich aus und sollte gemessen werden.

Ich rate übrigens stark davon ab, sich selber zu googeln, denn die Suchmaschinen (egal ob Google oder Bing) haben meist schon mit der ersten Suchanfrage ein Profil von einem und individualisieren dementsprechend die Suchergebnisse. Dann erscheint man meist besser in den Suchergebnissen am eigenen Rechner oder mobilen Endgerät, da die Suchmaschinen direkt einen persönlichen oder zumindest einen örtlichen Bezug herstellen können.

Analysetools gehen also objektiver als man selbst vor, indem sie Einflussfaktoren wie die IP Adresse, den Standort und einige weitere Attribute simulieren und verändern, um möglichst präzise Ergebnisse zu bekommen.

  1. Für einen ersten Eindruck zur SEO Sichtbarkeit empfinde ich das Domainvalue-Tool von XOVI am interessantesten: Du brauchst dich nicht zu registrieren und siehst praktisch sofort den Sichtbarkeitsverlauf, die wichtigsten Rankings und das Domainalter der zu analysierenden Seite (Wettbewerber kannst du hier auch prüfen). Ähnlich wie XOVI’s Domainvalue funktioniert auch Searchmetrics’ Research Tool – jedoch hat es ein bisschen weniger allgemeine Infos wie das Domainalter oder den Alexa Score (eine Art Website Listung) sowie die regionale Ausrichtung.
  2. Wenn du deine eigene Website tiefer analysieren möchtest solltest du dich auf die Webmaster Tools von Google und Bing fokussieren: hierzu braucht es zwar ein Google und Bing Konto, mit dem du die eigene Website verifizieren musst, allerdings sind die Sichtbarkeits-Daten dann auch wesentlich umfangreicher. Außerdem bekommst du Benachrichtigungen, wenn sie bspw. gehackt wurde und Malware darauf platziert ist, oder eine Abwertung wegen Spam Backlinks passiert.
    Die wichtigsten Bereiche zur Sichtbarkeitsanalyse ist die Suchanalyse (in Google, unter dem Dropdown Suchanfragen bzw. unter Berichte & Daten bei Bing). Hier bekommst du alle Suchbegriffe, deren Nachfrage, Position und Klicks, unter denen deine Seite performt.
  3. Möchtest du die Rankings einzelner Suchbegriffe prüfen, empfehle ich dir SERPs’  Keyword Rank Checker. Dieses Tool zeigt dir gleich noch das Suchvolumen und den geschätzten CPC an. CPC steht für „Cost per Click“ und dafür, was du in der jeweiligen Suchmaschine für die Werbung zum Begriff pro Klick investieren müsstest.

Wettbewerber und relevante Quellen identifizieren

Bevor ich weiter im SEO Prozess gehe – denn so ist wie gesagt meine Liste priorisiert – möchte ich dir noch ein paar Tools zur Traffic Schätzung empfehlen. Mit SimilarWebAlexa und HypeStat kannst du schätzen lassen, wie viel Besucher du und deine Wettbewerber hast und wie sie reagieren. Neben den Besucherzahlen sind vor allem die Verweildauer, die Klick- und Absprungrate interessant. Dabei soll die Verweildauer und Klickrate deiner Seite höher sein als die deiner Wettbewerber (mess dich bitte nur an den besten, die zu deinen Suchbegriffen bereits top ranken). Die Absprungrate sollte niedriger sein als bei deinen Wettbewerbern.

Suchbegriffe Finden

Um dich bei der SEO oder auch bei der SEA (engl. Search Engine Advertising = Suchmaschinenwerbung) auf die richtigen Suchbegriffe zu fokussieren, war bisher der Google AdWords Keyword Planner eines der wichtigsten Tools. Denn damit konnte man sich Suchbegriffe vorschlagen, und mit deren monatlicher Nachfrage sowie dem Klickpreis ausgeben lassen.

Die monatliche Nachfrage – also das Suchvolumen –  ist wichtig um dich auf Suchbegriffe zu fokussieren nach denen auch Leute suchen. Ich empfehle dir grundsätzlich dich von 1-Wort Suchbegriffen zu distanzieren da du ohne einer Seite mit 100.000 Besuchern kaum eine Chance hast darauf zu ranken. Abgesehen davon sind Rankings zu solchen Suchbegriffe nicht nur schwer und somit teuer zu erreichen, sondern auch viel zu schwammig, als dass sie sich für Normalsterbliche lohnen. Vielmehr geht’s um zwei und mehr Wörter, die du in deiner Recherche berücksichtigen solltest.

Leider meint’s Google des Öfteren beim AdWords Keyword Planner zu gut mit Zugriffsrestriktionen, sodass besagtes Tool praktisch nur noch für Werbetreibende zu nutzen ist: man braucht also einen Google Login und mindestens eine aktive AdWords Kampagne, damit das Tool genaue Daten liefert. Ohne aktiven Kampagnen (aber mit AdWords Konto) gibt’s meist nur ungenaue oder gar keine Daten.

Wenn du also keinen Zugriff auf Google’s Keyword Planner hast empfehle ich dir einen Blick auf folgende Tools:

  1. Kwfinder.com ist wohl das beste und umfangreichste Tool zur normalen Keyword (engl. für Suchbegriff) Recherche: hier bekommst du alle Informationen, für die du früher vom Google Keyword Planner abhängig warst. Der Kwfinder gibt dir außerdem einige weitere sehr ähnliche Vorschläge für deine Suchbegriffe aus, die du in dein Keyword Set aufnehmen kannst: das Keyword Set ist eine Liste an Suchbegriffen, die deinen bisherigen oder zukünftigen Website Inhalten zugeordnet werden.
  2. Mehr Vorschläge für relevante Suchbegriffe (sozusagen als Inspiration) bekommst du mit dem Tool Ubersuggest. Allerdings ist Ubersuggest ohne Infos zur monatlichen Nachfrage und somit als „stand alone“ Lösung unbrauchbar.
    Dafür hat der Autor aber mitgedacht und eine ebenso kostenlose und praktische Keyword Browser Toolbar entwickelt, mit der du das Suchvolumen zu deinen Keywords auch jederzeit beim Surfen kontrollieren kannst: direkt über Ubersuggest, bei der Google Suche oder einfach durch Markieren eines Begriffs und Klick auf rechte Maustaste.
  3. Neben Ubersuggest kann dir auch das deutschsprachige W-Fragen Tool von Seorch dabei helfen, neue Suchbegriffe anhand von Fragetechniken zu finden. Als internationales Pendant dazu empfehle ich Answer The Public. Die W-Fragen sind übrigens nicht nur interessant für die Keyword Recherche sondern auch zur Konzeption deiner Inhalte: denn mit deren Hilfe kannst du raus finden, welche Fragen deine potenziellen Kunden haben und diese in deinen Texten beantworten.

Abschließend zu den Suchbegriffen: es macht keinen Sinn Keywords zu wählen, die du inhaltlich nicht abdecken kannst. Ohne relevanten und passenden Inhalten kannst du nicht auf Suchbegriffe „ranken“. Fokussier dich somit erstmal auf diejenigen Suchbegriffe, die zu deinen Inhalten passen und überlege dir dann, wie du immer bessere Inhalte dafür schaffst – es wird viel Arbeit sein (mehr dazu später).

Technische Analysen

Bevor du dich an die eigentliche inhaltliche Optimierung machst, solltest du dich kurz mit den (programmier-) technischen Gegebenheiten deiner Website auseinandersetzen. Für einen ersten Eindruck empfiehlt sich Website Grader, ein Tool, welches deine Seite im Gesamten bewertet und dir direkt sagt, auf was du dich fokussieren solltest.

Je schneller desto besser

Der zweitwichtigste Punkt bei der technischen Analyse ist die Geschwindigkeit deiner Seite. Mit Google’s PageSpeed Insights kannst du prüfen, ob Google deine Seite als schnell empfindet. Ein Score über 85 sollte auf jeden Fall bei der Desktop und Mobile Auflösung drin sein. Google’s PageSpeed Test ist allerdings nicht das Maß aller Dinge und fehlerfrei. So schlägt das Tool gerne mal vor Analytics Code zwischen zu speichern, damit das hauseigene Statistik Tool von Google deine Seite nicht ausbremst. Nur ist das technisch nicht mit den Gegebenheiten von Google möglich, sondern nur über Umwege, die eigentlich nicht im Sinne der Suchmaschine sind.

Aus diesem Grund solltest du dir die (Warte-) Zeit nehmen und die Ladezeit deiner Seite mit WebpageTest und Pingdom messen lassen. WebpageTest ist zwar deutlich objektiver und hat meines Erachtens die besseren Daten, allerdings wartet man tagsüber gern mal ne halbe Stunde auf ein Ergebnis. Pingdom ist da deutlich schneller, gibt aber ziemlich krass abweichende Ladezeiten aus und ist dementsprechend stärker abhängig von der Auslastung von Pingdom – weniger aber von deiner Seite. Bei beiden Tools ist aber sehr praktisch, dass du die Zugriffszeiten deiner Seite von unterschiedlichen Standorten messen kannst. Für rein deutsche Seiten ist das zwar nicht so relevant, da als Messpunkt nur Mitteleuropa in Frage kommt, für international ausgerichtete Seiten ist das aber enorm wichtig, da die Ladezeiten von Land zu Land sehr stark schwanken können. Außerdem können Entwickler anhand der Diagramme sehen, welche Dateien und Abfragen für eine Verlangsamung deiner Seite verantwortlich ist.

Mobil freundlich muss sein

Anschließend empfehle ich eine Prüfung auf mobile Optimierung. Hier sind die Tools von Google wieder „a bisserl“ besser. Einen Gesamteindruck bekommst du mit think with Google. Darin enthalten ist auch der Mobile Friendly Test der Suchmaschine. Alle Webseiten (egal ob B2B oder B2C) sollten hierbei mindestens 90% in Sachen Mobil-Freundlichkeiten erreichen.

In Sachen Responsivität und Mobiloptimierung empfehle ich außerdem browsereigene Tools wie zum Beispiel die „Element untersuchen“ Funktion beim Chrome Browser, mit der du deine Seite auf verschiedenen Endgeräten simulieren kannst. Ein Griff zum Smartphone und Tablet PC ist hier aber auch noch Pflicht, um die Benutzerfreundlichkeit zu ermitteln.

Sicherheit geht vor

Nächster technischer Check: Sicherheit. Die Verschlüsselung von Webseiten ist ebenso ein Ranking Faktor. Zwar nur ein kleiner aber ein wichtiger. Denn keine Suchmaschine will seine Besucher auf unsichere Webseiten leiten. Deswegen solltest du dir ein SSL Zertifikat zulegen und deine Website darauf einstellen. Mit dem GlobalSign SSL Server Test verifizierst du dann, ob die Verschlüsselung auch sicher ist.

Allgemeiner Zustand der Metadaten

Metadaten sind unsichtbare Informationen im Quelltext bzw. Programmiercode deiner Seite. Jede URL sollte ihre eigenen individuellen Metadaten besitzen, mindestens bestehend aus einem Titel und einer Beschreibung.

Um herauszufinden ob alle deine Inhalte über individuelle Metadaten verfügen, die auch noch der idealen Zeichenlänge entsprechen, empfehle ich dir das Tool Screaming Frog SEO Spider. Es ist ein Programm zum Downloaden und super umfangreich. Nach der Installation kannst du deine Seite crawlen (analysieren) und dir dann alle Seiten anzeigen lassen, welche nicht den Anforderungen entsprechen.

Aktuell sollte ein Meta Titel zwischen 55 und 70 Zeichen, eine Meta Beschreibung 155 bis 170 Zeichen lang sein. Um beim Erstellen von Metadaten die Limits optimal zu erreichen nutze ich meist den Zeichenzähler. Alternativ kannst du aber auch mit Word oder Excel die Zeichen zählen lassen.

Es darf keine Dopplungen und keine leeren Metadaten geben – zumindest für deine SEO-relevanten Inhalte. Deine Metadaten jeder Seite sollten stets den für die jeweilige Rubrik vorgesehen Suchbegriff enthalten (aus dem Keyword Set) und so ansprechend sein, dass Nutzer auch zum Klick darauf angeregt werden. Sie dürfen auch (möglichst nur ein) Sonderzeichen enthalten. Eine Liste Metadaten-geeigneter Sonderzeichen findest du hier.

Sprachinfos in den Metadaten

Neben den klassischen Meta Titeln und Beschreibungen solltest du auch die Sprachinformationen und Verknüpfungen von Übersetzungen deiner Seite prüfen, sofern du eine mehrsprachige Seite hast. Das geht am besten mit dem Hreflang Testing Tool.

Social Media Metadaten

Zu den klassischen Metadaten gesellen sich auf Informationen für Social Media. Diese übertragen wichtige Informationen deiner Seite über die sogenannten Open Graph Metadaten beim Teilen in Facebook, Twitter & Co. Um zu prüfen, ob deine Seite korrekt beim Teilen in Social Media angezeigt wird, solltest du ein paar Links durch das Facebook Debug Tool und den Twitter Cards Validator jagen. In den meisten Fällen musst du zur Aktivierung von korrekten Vorschauen in Twitter über einen Twitter Account verfügen und diesen für die Twitter Cards Nutzung autorisieren.

Strukturierte Daten

Abgesehen von den klassischen und Social Media Metadaten gibt es noch sogenannte „Strukturierte Daten“: das sind diejenigen Informationen, die für Sterne Bewertungen, Öffnungszeiten, Navigationspfade, Rezept-Zutaten und Co in Google’s Suchergebnissen verantwortlich sind. Du kannst sie entweder direkt über die Google Webmaster Tools prüfen, oder sie durch das Google Structured Data Testing Tool verifizieren. Pflicht für jede Website sind Informationen für Navigationspfade – sogenannte Breadcrumbs. Außerdem empfehle ich Firmeninformationen zu hinterlegen. Das Verzeichnis für alle strukturierten Daten findest du unter schema.org. Für den Fall von eingebetteten Videos kannst du übrigens auch auf das Video SEO Tool von Sistrix setzen, welches dir alleine durch die Angabe des Video Links die strukturierten Daten aus YouTube liefert. Denn Webseiten mit eingebetteten Videos und strukturierten Infos dazu werden gerne priorisiert in den Suchergebnissen gelistet.

Nun darfst du dich auf die eigentlichen Inhalte konzentrieren.

Inhalte analysieren und optimieren

Wir haben ja schon über die Keyword Recherche herausgefunden wie du dich auf relevante Suchbegriffe fokussierst. Damit du deine Inhalte redaktionell planen kannst empfehl’ ich dir deine Suchbegriffe entweder nochmal durch den Google Keyword Planner oder den KWfinder zu jagen – denn beide Tools können dir auch sagen wann im Jahr die Keywords Saison haben. Zwei weitere Tools die dir dabei helfen können sind das KalenderBlatt und Google Trends. Denke bei der Planung deiner SEO-optimierten Inhalte daran genug Vorlauf mit einzuberechnen: mindestens 1 Woche „vor Saison“ sollten deine Inhalte fertig optimiert sein.

Um deine Inhalte und deren Kontext auf maximale Relevanz zu optimieren solltest du sie durch eine WDF*IDF Analyse prüfen. Mit einer Analyse über die kostenlose basic Version von OnPage.org oder das WDF*IDFtool prüfst du, ob deine Inhalte so gewichtet sind, dass sie für deinen jeweiligen Suchbegriff eine hohe Gewichtung aufzeigen. Kurz gesagt: dein Fokus Suchbegriff sollte möglichst am Häufigsten auftauchen und weitere Begriffe, die auch deine Wettbewerber zum jeweiligen Keyword nennen, sollten auch darin erscheinen.

Übertreib’s aber nicht und achte bei der Nennung der weiteren Suchbegriffe darauf, dass dein Text natürlich und ansprechend bleibt und sich von deinen Wettbewerbern deutlich unterscheidet. Um dies sicher zu stellen solltest du die Links zu deinen Inhalten anschließend durch den Duplicate Content Checker jagen, um sicher zu stellen dass deine Texte individuell sind. Denn ohne eigenem Mehrwert hast du kaum Chancen, dich gegen deine Wettbewerber durchzusetzen.

Boah ist das viel Text. Aber wer A sagt muss auch B sagen und sein Vorhaben zu Ende führen. Denn ich habe mir hiermit vorgenommen unter dem Begriff „kostenlose SEO Tools zu ranken“ und dir wie auch meinen SEO Seminar Teilnehmern eine richtig gute Liste an Empfehlungen zu geben. Und wusstest du, dass man für ein top 10 Ergebnis durchschnittlich von einer Inhaltslänge von 2.200 Wörtern ausgehen muss? Ich bin jetzt bei rund 2.500 Wörtern. Mal schauen ob ich diesen Beitrag ebenfalls in die top 10 bekomme. Wenn ja, darfst du meinen Tipps vertrauen und mir folgen. Wenn nicht, ist der Beitrag vermutlich noch sehr jung oder er muss mal wieder aktualisiert werden. Gerne darfst du mich darauf aufmerksam machen und nachher unten deine Meinung dazu teilen. Jetzt aber weiter im Kontext.

Inhalte im Internet bekannt machen

Wir haben also sicher gestellt, dass du dich auf die richtigen Suchbegriffe fokussierst, dass die Technik stimmt und deine Texte als Relevant empfunden werden. Jetzt geht’s darum möglichst viele Nutzer mit den Inhalten zu erreichen. Dafür solltest du als erstes deinen Link zum neuen oder überarbeiteten Inhalt direkt an Google und Bing einreichen. Das geht einerseits mit der Google URL Submission und der Bing URL Submission.

Noch besser geht’s in Sachen Google über die Webmaster Tools (neuerdings auch bekannt unter der Search Console) über die Funktion Crawling > „Abruf wie durch Google“. Dort gibst du den Teil deines Inhaltslinks ein, der nach der Domainendung ist und klickst dann auf „Abrufen“. Anschließend bietet dir Google die Option, deinen Inhalt in Google einzureichen. Diese Option kannst du auf alle Links ausweiten, die in deinem Inhalt genannt werden, allerdings ist diese ausgeweitete Funktion nur rund 10x in der Woche möglich und sollte mit Bedacht gewählt werden: am besten für Übersichtsseiten mit vielen Links. So bekommst du deinen neuen Inhalt praktisch im Handumdrehen in die Google Suche. Am besten nach der Einreichung mal nach site: http…deineurl… suchen.

Außerdem solltest du deine neuen Inhalte in Social Media teilen. Aber nicht einfach so zur beliebigen Zeit, sondern am besten zur idealen Zeit mit 1-2 Hashtags in einer individuellen Statusmeldung. Wann der richtige Zeitpunkt für deine Facebook Seite ist, erfährst du mit dem LikeAlyzer.

„Seeding“ also Streuen geht übrigens auch per E-Mail sehr gut. Dafür brauchst du nicht zwingend ein Newsletter-System, sondern kannst auch mal deinen Kontakten mit einer persönlicher Mail deinen Inhalt empfehlen. Außerdem empfehl’ ich dir deine Inhalte per RSS und Feedburner automatisiert in die Welt zu tragen – also einem anonymen News-Dienst.

Ist dein Inhalt richtig gut – aber nur dann – darfst du auch über BuzzSumo Blogger, Portale und Influencer zu deinem Thema suchen und es versuchen, sie zu kontaktieren und ihnen deinen Inhalt zu empfehlen. Selten reagieren entsprechende Multiplikatoren auf solche Vorschläge, aber wenn du durch richtig gute Inhalte glänzt, könnte es was werden.

Du solltest dir bei der Gelegenheit auch mal die Links deiner Wettbewerber mit dem WISE SEO Backlink Tester anschauen und prüfen, ob mehrere Wettbewerber vielleicht die selben oder auch einfach nur interessante Quellen haben. Hier empfehle ich dir dich ganz klar dahinter zu klemmen und zu versuchen, von gleichen Quellen Backlinks zu gewinnen. Dies geht wie im obigen Fall meist durch ein gutes Anschreiben und Nachfragen.

Nutzerfreundlichkeit messen

Kommen wir nun zum letzten Teil. Dieser ist aber auch der wichtigste, denn alle SEO Maßnahmen und top Rankings bringen dir herzlich wenig, wenn du dadurch nicht mehr oder zutreffendere Besucher auf deiner Webseite bekommst. Um die Nutzerfreundlichkeit zu messen empfehle ich Google Analytics oder Piwik einzusetzen. Piwik ist die Open Source Alternative zu Google und speziell bei in Sachen Datenschutz heiklen Seiten eher zu empfehlen. Google Analytics ist aber trotzdem meine erste Wahl, da die Daten sehr gut sind und mit anderen Google Diensten gekoppelt werden können.

Außerdem empfehle ich dir einen Blick auf Yandex Metrica. Das ist das Pendant zu Google Analytics der russischen Suchmaschine Yandex. Dieses Tool hat den Vorteil dass es über ein Mouse Tracking verfügt und du dir somit in Form von Videos anschauen kannst, wie sich deine Besucher konkret auf deiner Seite bewegen. Wichtig ist herauszufinden wo die Nutzer abspringen und daran zu arbeiten, dafür weniger Gründe zu haben.

Enorm wichtig beim Tracking ist der Datenschutz Generator von eRecht24. Ich empfehle zusätzlich einen Abmahncheck durchzuführen.

Abschließend zu den SEO Tools

Die Liste an Tools und Möglichkeiten ist sehr umfangreich. Eigentlich ist’s egal ob du mit Premium Tools oder den hier vorgestellten kostenlosen Tools arbeitest: SEO ist extrem umfangreich und bedeutet viel Arbeit. Als Belohnung bekommst du für top 10 Rankings aber rund 80% des Suchvolumens (der Rest geht auf Werbung), also richtig viele und interessierte Besucher. Um 100% der Leute zu erreichen gipfelst du dein Suchmaschinenmarketing idealerweise mit „a bissi“ Werbung.

Wenn du genauer verstehen willst, wie das alles funktioniert, besuch doch ein SEO Seminar von mir: ich toure im Auftrag der eMBIS Akademie regelmäßig durch Deutschland damit. Wenn du eine WordPress Website hast und direkt durchstarten willst, schau dir mal unser SEO Plugin an.