Alle FAQs

Relaunch

Warum ist ein Website-Relaunch riskant für SEO und Lead-Generierung – und wie viel Traffic-Verlust ist normal?

Ein Relaunch ist riskant, weil er an mehreren Stellen gleichzeitig eingreift. Jede davon kann Sichtbarkeit oder Leads kosten, und die meisten lassen sich vorab absichern.

Woher das Risiko kommt

  • URL-Änderungen ohne passende Weiterleitung: Alte Adressen laufen ins Leere, Signale gehen verloren. Google rät, auf eine relevante Seite weiterzuleiten, nicht gesammelt auf eine unpassende, und Weiterleitungsketten zu vermeiden.
  • Inhalte und Struktur: Seiten, die heute Rankings tragen, entfallen, werden zusammengelegt oder verlieren Text.
  • Technik: Anweisungen aus der Staging-Umgebung (zum Beispiel noindex) gelangen live, Canonicals stimmen nicht, interne Links zeigen auf alte URLs, Ladezeiten verschlechtern sich.
  • Tracking: Ereignisse und Conversions werden nicht mehr erfasst, sodass der Effekt des Relaunches nicht messbar ist.
  • Nutzerführung: Neue Navigation, Formulare und Texte verändern die Conversion-Rate, auch ohne SEO-Verlust.

Wie viel Verlust ist normal?

Dafür gibt es keine belastbare Faustzahl, und wir nennen deshalb keine Prozentwerte. Google bestätigt, dass es bei größeren Änderungen zu Schwankungen kommen kann, während es die Website neu crawlt und indexiert. Bei mittelgroßen Websites kann es nach Googles Angaben einige Wochen oder länger dauern, bis neue URLs die alten ersetzen; bei größeren Websites dauert es länger. Permanente Weiterleitungen (301) führen nach Google nicht zu einem Verlust von PageRank. Verlust entsteht dort, wo Weiterleitungen, Inhalte oder Technik nicht sauber umgesetzt werden.

Was das Risiko senkt

Ausgangswerte festhalten, ein vollständiges URL-Inventar erstellen, jede alte URL einer passenden neuen zuordnen, Staging auf Indexierung, Weiterleitungen und Tracking prüfen und nach dem Go-live Indexierung, Rankings, 404-Fehler und Conversions beobachten. Bei großen Websites kann es sinnvoll sein, den Umzug in Etappen durchzuführen; Google hält das ausdrücklich für zulässig. Ein Restrisiko bleibt, besonders bei einem Wechsel von Domain oder System; ihm lässt sich mit Monitoring begegnen, nicht mit Garantien.