Anleitung zur Content-Optimierung 2023

Lerne die wichtigsten Maßnahmen zur inhaltlichen Suchmaschinenoptimierung kennen und was Tools wie Chat GPT für deine SEO in 2023 bedeuten.

Rankingfaktoren

Der stärkste Motor für Ihre SEO sind hochwertige Inhalte. Google beschreibt die Relevanz von Inhalten mit der Formel E-E-A-T:

  1. Erfahrung: Persönliche Auseinandersetzung mit einem Thema in Form von kritischen Informationen und Unique Content
  2. Expertise: Fachlich korrekte und relevante Informationen von Experten, die zu dem Thema Erfahrungen haben
  3. Autorität: Eigene Website und Autoren sollten zu dem Thema bereits mehrere Informationen und Reputation (z.B. Fachpresse-, Blog- und Social-Media-Erwähnungen) aufgebaut haben
  4. Trust (Vertrauen): Präzise, ehrliche, sichere und zuverlässige Informationen (z.B. durch belegbare Quellen)

Ferner sind solch hochwertige Inhalte auch ideal, um sie in Social-Media, per E-Mail und in der Fachpresse zu kommunizieren. Deswegen empfehle ich statt vieler inhaltlich dünner Beiträge lieber weniger und dafür besonders hochwertige Beiträge zu veröffentlichen: Ein bis zwei gute Beiträge pro Monat sollten das Ziel sein, minimal einer und maximal vier Beiträge sollten eingeplant werden. Natürlich kann man auch eine höhere Kommunikationsfrequenz einplanen, allerdings riskiert man dann seine Zielgruppe zu überfordern. Speziell bei B2B-Unternehmen wäre ich da vorsichtig. Idealerweise werden dazu ein paar Puffer-Beiträge vorbereitet, welche in stressigen Zeiten veröffentlicht werden können.

Keyword-Fokussierung

Auch 2023 sollten Keywords bei der Content-Optimierung beachtet werden:

  • Für neue Inhalte ist eine Keyword-Recherche erforderlich. Diese kann, wenn es schnell gehen muss und die Contents (anfangs) SEO-technisch nicht die höchste Priorität genießen (z. B. bei Karriereseiten oder Pressemitteilungen), auch durch ein Brainstorming erfolgen.
  • Wenn bestehende Contents optimiert werden, die mindestens 90 Tage online sind, empfehle ich zunächst die Ist-Keywords zu prüfen und diese zu beachten:
    • Sind die Suchbegriffe sinnvoll und deren Rankings (Position) gut, sollten die Keywords und der inhaltliche Schwerpunkt bei der Optimierung beibehalten werden.
    • Wenn die Rankings zu den gewünschten Keywords schlechter als Position 5 sein, empfiehlt es sich die Keywords stärker zu fokussieren und mehr auf ihr Thema in Metadaten und Texten einzugehen, also ggf. der inhaltliche Schwerpunkt geändert oder das Thema intensiviert werden.
    • Wenn die bestehenden Rankings gar nicht zu den gewünschten Keywords (aus dem Brainstorming) passen oder es noch gar keine gibt, sollte auch bei der Optimierung bestehender Contents eine Keyword-Recherche erfolgen und die Inhalte auf die neuen Suchbegriffe angepasst werden. Ich empfehle dann zusätzlich die Google-Indexierung der URL zu prüfen, wie im vorletzten Absatz beschrieben – nicht, dass es dabei Fehler gibt.
Im ersten Schritt werden in der Google Search Console die Google-Such-Ergebnisse aufgerufen, dann nach der zu optimierenden URL gefiltert und anschließend die häufigsten Suchanfragen geprüft.

Egal, ob Keyword-Recherche oder Ist-Analyse empfehle ich den Fokus nicht auf sogenannten „Short Head Keywords“ zu lenken. Das sind Suchbegriffe, die nur aus einem Wort bestehen, meist sehr allgemein sind, hohe Nachfrage sowie starken Wettbewerb haben. Denn deren Erfolgsaussichten sind meist nicht so rosig und große Streuverluste vorprogrammiert. Vielmehr sollte der Fokus auf „Long Tail Keywords“ gelegt werden, also auf Suchbegriffe, die aus 2 oder mehr Wörtern bestehen und deutlich präziser sind.

Eine einzelne Seite oder ein einzelner Beitrag können mit mehreren Keywords optimiert und unter noch mehr Suchbegriffen gefunden werden. Chancen auf wirklich gute Rankings hat man aber nur bei 2 bis 5 Keywords, da meist nicht mehr in den Meta-Titel passen. Die Keywords und das Thema eines solchen Inhalts sollte nicht heterogen sein, sondern homogen, also möglichst zugespitzt auf ein einzelnes Thema. So wäre es beispielsweise nicht empfehlenswert, eine einzelne Seite für das Thema „SEO-Beratung München“ und „Performance-Marketing-Agentur München“ anzulegen, obwohl SEO Teil des Performance-Marketings ist.

Bevor man sich allerdings an die Optimierung der Metadaten macht, empfehle ich eigentlich zunächst die Inhalte zu formulieren und dabei jedes Keyword mindestens 1x zu erwähnen. Eine bestimmte Keyword-Dichte gibt es dabei übrigens nicht – dies ist eine veraltete SEO-Maßnahme.

Inhaltsplanung

Damit man nicht an den Bedürfnissen der Nutzerinnen vorbei optimiert, sollte man sich bei seinen Keywords die Frage stellen, welche Inhalte potenzielle Besucher erwarten und daraus eine Gliederung oder Checkliste zum Texting entwickeln. Dies kann beispielsweise durch ein Brainstorming erfolgen oder mit SEO-Tools wie SISTRIX:

SISTRIX eignet sich super für eine erste Bedarfsanalyse

Mit SISTRIX wird wie folgt vorgegangen:

  1. zunächst die Suchintention geprüft, also was die Nutzer erwarten: Bei „Know“ sind Blogbeiträge oder Infoseiten empfehlenswert, bei „Do“ empfehlen sich Angebotsseiten und bei „Website“ „Visit“ empfehlen sich Angebots- oder Über-uns-Seiten. Basierend auf der Intention kann man auch schon die Textlänge und Layout-Elemente bzw. Content-Module planen, siehe folgendes Akkordeon.
  2. Anschließend empfehle ich verwandte Keywords anzusehen und davon abzuleiten, welche Themen in den Texten beleuchtet werden könnten. Sinnvolle Ergänzungen wie „Tools zur Conent-Optimierungen“ würde ich dann mit auf die To-Do-Liste nehmen. Für meinen Inhalt weniger relevante Keywords wie „Plentymarkets“ ignorieren ich.
  3. Außerdem kann ein Blick auf die Fragen dabei helfen, die wichtigsten Unklarheiten konkret zu erläutern.
  • Hierfür empfehlen sich Blog-Beiträge zu planen, da es sich meist um Keywords handelt, die eine Suche nach Informationen implizieren
  • Ich würde eine Textlänge von 900 bis 2.500 Wörtern anstreben
  • Als Content-Module empfehlen sich neben tiefergehenden, differenzierten Texten:
    • Gliederungen (ab 3 Unterüberschriften), siehe Abschnitt zur Strukturellen Optimierung
    • Quellenangaben
    • Autorenboxen
    • Weiterführende Informationen, z. B. Links zu weiterführenden, thematisch verwandte Beiträgen (aus derselben Kategorie oder mit demselben Schlagwort oder zu im Content erwähnten Themen)
  • Hierfür empfehlen sich Angebotsseiten zu planen, da es sich meist um Dienstleistungs- oder Produktbezogene Keywords handelt
  • Ich würde eine Textlänge von 300 bis 1.200 Wörtern anstreben
  • Als Content-Module empfehlen sich neben knackigen, kurzweiligen Texten, welche aber auch etwas tiefer gehen können (z.B. in Form von Storytelling):
    • Primäre und sekundäre Call-to-Action-Buttons, wie z.B. Kontakt, Download einer PDF wie z. B. einer Checkliste oder Anmeldung zu einem kostenlosen Webinar oder einer kostenlosen Demo
    • Autoritätskennzeichen, wie z. B. Kundenlogos und Zertifizierungen
    • Social Proofs, wie z. B. Rezensionen oder Testimonials
    • Tabellen, wie z. B. Funktions- oder Preisinformationen
    • Weiterführende Informationen, z. B. Akkordeons mit FAQ-Elementen und interne Links zu thematisch passenden Beiträgen, wie Referenzen oder Case Studies
  • Hierfür empfehlen sich Start-, Pillar- oder Infoseiten zu planen, da es sich meist um Marken-Keywords handelt
  • Ich würde eine Textlänge von 500 bis 1.200 Wörtern anstreben
  • Als Content-Module empfehlen sich neben knackigen, kurzweiligen Texten:
    • Primäre Call-to-Action-Buttons, wie z.B. Kontakt
    • Autoritätskennzeichen, wie z. B. Kundenlogos
    • Zertifizierungen sowie Social Proofs, wie z. B. Rezensionen oder Testimonials empfehlenswert

Content-Optimierung

Meta-Titel

In unserem WordPress SEO-Plugin werden die Metadaten durch Klick auf den Button „Meta“ editiert. Dort kann man auch optional ein Keyword einsetzen.

Der Meta-Titel sollte mit dem wichtigsten Keyword beginnen – dem sogenannten Fokus-Keyword. Weitere Keywords bzw. Kombinationen von Keywords sind darin erwünscht.

Der Firmenname sollte darin nicht auftauchen, außer man hat im Rahmen des Zeichenlimits von 30 bis 65 Zeichen bzw. 200 bis 561 Pixel am Ende des Titels noch Platz dafür. Ansonsten wird mithilfe unseres WordPress SEO-Plugins der Firmenname mit Strukturierten Daten an Google kommuniziert.

Des Weiteren sollten in den Meta-Titeln keine Sonderzeichen und nicht mehr als 2 Wörter in Versalien eingesetzt werden.

Meta-Beschreibungen

Die Meta-Beschreibung ist idealerweise 70 bis 155 Zeichen bzw. 400 bis 990 Pixel lang, es gibt aber kein Zeichenlimit. Die Beschreibung kann also auch 500 Zeichen lang sein. Manche SEO-Tools wie der kostenlose SERP Snippet Generator von SISTRIX signalisieren trotzdem ein Limit, wenn die Beschreibung in den Suchergebnissen abgeschnitten wird, allerdings ist das nichts Negatives: Google zieht sich aus der Meta-Beschreibung in der Regel den Teil, der am besten zum Suchbegriff passt.

Idealerweise werden in der Meta-Beschreibung mehrere kurze Sätze, je ein Satz für jedes Keyword, formuliert. Falls Google die Meta-Beschreibung nicht in den Suchergebnissen ausliefert, ist das in der Regel ein Indiz dafür, dass die Beschreibung nicht zu den Suchbegriffen passt. Daher sollten auch hier die Keywords oder Synonyme davon eingesetzt werden – zumindest aber das Fokus-Keyword sollte möglichst exakt eingesetzt werden.

Strukturelle Optimierung

Die Überschrift 1 ist das wichtigste sichtbare Element zur Content-Optimierung. Sie sollte – ähnlich, wie der Meta-Titel – das wichtigste Keyword enthalten, darf aber gerne etwas blumiger sein als jener. Bei Blogbeiträgen und denjenigen Inhalten, wo der Titel standardmäßig als Überschrift 1 ausgegeben wird, beginnt man die Formatierungen mit der Überschrift 2 und geht dann hierarchisch in die Tiefe.

Durch Klick mit rechter Maustaste auf eine Überschrift und „Element untersuchen“ kann man herausfinden, um welche Überschrift es sich handelt. Hier ist eine H1, also Headline 1 oder Überschrift 1 markiert. Unten sieht man noch eine H2.

Ich empfehle Web-Texte in kurze Absätze mit Zwischenüberschriften zu gliedern, damit die Inhalte einfach lesbar sind und die Nutzerinnen nicht erschlagen. Speziell auf mobilen Endgeräten können lange Absätze über den Bildschirm hinaus gehen und dadurch die Lesbarkeit erschweren.

Beispiel aus Block-Editor von WordPress, mit dessen Hilfe man bspw. Gliederungs-Bausteine („Blöcke“) für Redakteure vorbereiten kann.

Bei längeren Blogbeiträgen, wie dieser Anleitung zur Content-Optimierung, hilft eine Gliederung am Anfang des Inhalts, den Überblick zu behalten. Dafür habe ich bei unseren Websites einen „wiederverwendbaren Block“ mit Titel „Gliederung“ angelegt, der mit wenigen Klicks in jedem Beitrag eingefügt werden kann. So ein „Table of Contents“ kann man aber auch automatisiert einfügen, wenn beispielsweise mehr als drei Überschrift 2-Formate eingesetzt werden. Solche Gliederungen erstellen automatisch Sprungmarken, welche in den Suchergebnissen als Sitelinks dargestellt werden können.

SEO-Texte

Eigentlich sollten keine Texte für Suchmaschinen geschrieben werden, sondern primär für Menschen. Dennoch sollte man seine Website-Texte sekundär für Suchmaschinen optimieren, da diese ja Menschen auf die eigenen Inhalte aufmerksam machen sollen.

K.I.-unterstütze Inhalte

Aus den oben genannten Rankingfaktoren wird auch deutlich, dass K.I.-generierte Inhalte (z. B. via Chat CPT) und generische „0-8-15“ Texte kaum Wirkung entfalten können. In der Praxis habe ich aber etwas andere Erfahrungen gemacht:

  • Rein K.I.-generierte Texte werden kaum gefunden.
  • Zu 80 % K.I.-generierte Texte, die aber noch feingeschliffen wurden, schafften es in meinen Tests nach 6 Monaten auf Seite 2 in Google.
  • Mithilfe von K.I. gegliederte Texte, die durch Menschen, mit eigenen Worten geschrieben und mit eigenen Inhalten ergänzt wurden, also etwa einen K.I.-Anteil von etwa 20 bis 50 % haben, lassen sich top Google-Rankings erreichen:
Ich habe im September 2022 die Landingpages von meinem SEO-Seminar an der eMBIS Akademie mit Frase optimiert: Einerseits habe ich neben den Keywords weitere Begriffe aufgenommen, die ich für relevant empfand, andererseits habe ich auch einzelne Abschnitte komplett von der K.I. texten lassen.
Mein Seminar hatte vor der Optimierung auch schon Top-5-Rankings, aber innerhalb weniger Wochen sind sie in die Top-2 aufgestiegen. Screenshot aus SISTRIX.

Ich empfehle daher K.I. mit Bedacht einzusetzen:

  • Bei Angebotsseiten, wo man die Besonderheiten eines Unternehmens, Produktes oder einer Dienstleistung hervorheben will, macht K.I. das Leben meist schwerer als nötig. Hier würde ich mich lediglich durch Analysen aus K.I.-Tools wie frase oder einer WDF*IDF-Analyse „inspirieren“ lassen, welche Begriffe im Kontext meines Fokus-Keywords wichtig sein können. Diese Checkliste kann man dann beim Texten oder Feintuning berücksichtigen, indem man diejenigen Begriffe, die sinnvoll erscheinen, im Text erwähnt. Irrelevante Begriffe sollten jedoch ignoriert werden. Ggf. werden noch einzelne Sätze mit K.I.-Hilfe formuliert oder feingetunt. Das ist auch zur Vermeidung von Duplicate Content eine Lösung, was ich im nachfolgenden Abschnitt thematisiere.
  • Für generische Contents, wie Glossareinträge, einfache Ratgeber-Artikel oder Angebotsbeschreibungen (wie manch ein Shop SEO-Text unterhalb einer Kategorie einblendet) kann die K.I. intensiver eingesetzt werden. Ich empfehle hier die Inhalte vorab gliedern zu lassen und – sofern sinnvoll – sogar texten zu lassen. Aber auch hier sollten die Texte einer Qualitätskontrolle und eines menschlichen Feintunings unterzogen werden. Denn ohne „E-E-A-T“ werden hier die Rankings 2023 zusammenschmelzen.

Weitere Informationen zu Chat GPT gibt es in diesem (Premium-) Artikel von iBusiness.

Duplicate Content

Der maximale Prozentsatz einer URL, der aus doppeltem Inhalt bestehen sollte, beträgt 0 %. Suchmaschinen bevorzugen einzigartige und hochwertige Inhalte, daher ist es am besten, Duplikate zu vermeiden.

Chat GPT

Entgegen dieser Aussage von Chat GPT auf die Frage, wie hoch der Anteil von Duplicate Content sein darf, kann ich hier Entwarnung geben: Google erkennt bereits ab einem Wort Abweichung unterschiedliche Inhalte. Gleichwohl empfehle ich, den Anteil intern überschneidender Inhalte unter 30 % zu halten. Bei externen Überschneidungen – also wenn die eigene Seite zu einer fremden Seite verglichen wird – sind mehr Überschneidungen möglich: Max. 70 %, wenn ich mich auf einen Wert festlegen soll – das ist aber nur ein selten bestätigter Erfahrungswert. Allerdings sinkt mit steigendem Anteil duplizierter Inhalte das Ranking-Potenzial. Dies kann mit kostenlosen Tools wie Siteliner (nur für internen Duplicate Content), Copyscape (nur für externen Duplicate Content) oder mit dem kostenpflichtigen Tool Copyleaks geprüft werden.

Die Landingpage zum Thema Abmahnungen im Arbeitsrecht ist unter Rücksprache mit der Kundin überwiegend mit Frase und Chat GPT entwickelt worden. Der Duplicate Content-Anteil ist dabei laut Copyleaks sehr hoch.
Die Google-Rankings der Kanzlei Heinrich haben sich u. a. wegen des großen Duplicate Content-Anteils auch nach über 6 Monaten noch nicht auf Seite 1 von Google bewegen lassen. Hier müssen wir also händisch mehr nachjustieren. Screenshot aus SISTRIX.

Interne Links

Auch 2023 sollte nicht vergessen werden, Contents intern und ggf. extern, sprich mit fremden Websites zu verlinken. Verlinkungen sind nach wie vor wichtig und gewinnen durch die aktualisierten Rankingfaktoren an Wert:

  • Dabei sollten in Blogbeiträgen primär Quellen und weiterführende Informationen referenziert werden.
  • Ebenso wichtig sind aber auch Angebotsseiten oder Kategorien, die sowohl in Blogbeiträgen als auch in anderen Seiten-Arten verlinkt werden sollen, sogenannte Pillar Pages.

Rechtschreibung

Ich hatte bei der Keyword-Optimierung bereits erwähnt, dass die Suchbegriffe jeweils mindestens einmal im Text erwähnt werden sollten. Dies sollte aber nicht kommasepariert passieren, sondern in grammatikalisch und inhaltlich sinnvollem Kontext.

Da ich mir manchmal schwertue, nach der Formulierung eines langen Textes den Überblick über die Lesbarkeit zu behalten, empfehle ich entweder jemand dritten Korrektur lesen zu lassen oder sich bspw. mit dem Browser-Plugin LanguageTool unter die Arme greifen zu lassen.

Indexierung

Nach einer Content-Optimierung kann man die Inhalte einfach veröffentlichen und Google wird meist selber innerhalb einiger Tage darauf aufmerksam, dass die URL geändert wurde. Wer dem nachhelfen oder auf Nummer sicher gehen will, dass es bei der Indexierung zu keinen Problemen kommt, der sollte die zu optimierende URL mit dem Button „URL-Prüfung“ untersuchen.

Wird die optimierte URL noch nicht in Google indexiert, wurde sie aber schon vor länger als 90 Tagen veröffentlicht oder ist sie von besonderer Relevanz, dann empfehle ich die Funktion „Live-URL testen“, um zu prüfen, ob sie indexiert werden kann, oder es Probleme gibt. Bei einer neuen URL kann der zweite Schritt übersprungen werden und direkt die Indexierung mittels Google Search Console beantragt werden.

Nach der Veröffentlichung und dem manuellen Indexierungsantrag dauert es meist zwischen 1 und 14 Tagen, bis Google die optimierte Seite anfängt zu indexieren. Insgesamt sollte man 90 Tage abwarten, bis sich erste Rankings entwickeln, da die Suchmaschine Zeit braucht, um die Relevanz und Nutzerfreundlichkeit zu bewerten.

Fazit

Klassische SEO-Maßnahmen stehen auch heuer hoch im Kurs: Angefangen mit einer Keyword-Recherche bis zur Entwicklung von nutzerzentrierten, suchmaschinenoptimierten Inhalten. Die massive Zunahme K.I.-generierter Inhalte sehe ich unproblematisch, solange man bis dato nicht auf völlig generische Themen setzt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Website-Betreiber, die etwa solch generische Inhalte veröffentlichen, heuer ein größeres Risiko eingehen, als noch in den letzten Jahren:

Solche generischen Inhalte können nicht nur weniger versierte Texter, sondern praktisch jede K.I. mit Leichtigkeit generieren. Sie werden 2023 höchstwahrscheinlich komplett obsolet. Screenshot von Chip.

Wer also auf Qualität statt auf Quantität setzt, der wird auch heuer mit guten Google-Rankings belohnt. Übrigens gilt das nicht nur für Texte, sondern auch für Bilder und Videos.

Severin Lucks

„Optimist“, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der DELUCKS GmbH. SEO-Trainer der eMBIS Akademie.