Content Audit
Warum es Sinn macht, deine Inhalte aufzuräumen und wie es funktioniert. Kurzanleitung zum Content-Audit mit Google Analytics.

Die Prüfung und das Aufräumen von Websites mit vielen Inhalten bezeichnet man als Content-Audit. Größere Websites, Blogs und Portale können so recht einfach ihr „Crawl-Budget“ optimieren und so die Aufmerksamkeit von Suchmaschinen auf wichtige Inhalte lenken. Die Folge: Eine schnellere Indexierung wichtiger Inhalte, dementsprechend meist schnellere Erfolge und eine oft deutlich bessere Sichtbarkeit in Google.

Logik

Suchmaschinen investieren jeden Tag eine Menge elektrischer Energie,  Rechenpower und damit viel Geld in das Crawling – die Analyse – von Webseiten. Je mehr Inhalte eine Website hat, desto mehr „Crawl-Budget“ ist dementsprechend nötig. Da aber auch Google & Co. beschränkte finanzielle Ressourcen und Interesse an einer möglichst effizienten Nutzung dieser haben, analysieren sie oft nur diejenigen Teile von Webseiten, die sich häufiger ändern. Ältere und vor allem unwichtige Inhalte bekommen jedoch nach wie vor auch Crawl-Budget ab, da Suchmaschinen auch hier Änderungen feststellen wollen. Das geht auf Kosten der Indexierungsgeschwindigkeit wichtiger Inhalte.

Screenshot aus Google Search Console

Wie oft deine Inhalte analysiert werden, kannst du in der Google Search Console prüfen. Hohe Ausschläge in der Crawling-Statistik sind Indizien für größere Website-Änderungen (z.B. Content-Audits, Relaunches) oder auch für Fehler. Ein Content-Audit macht vor allem bei mittleren und größeren Seiten Sinn. Unter 50 URLs lohnt sich die Arbeit nicht unbedingt.

Screening

Ich starte einen Content-Audit in der Regel mit Hilfe von Google Analytics. Denn durch den Einsatz von ein paar Filtern kann ich schnell schlecht performende Inhalte identifizieren.

Screenshot Google Analytics

Wenn du schlechte Inhalte identifizieren willst, schaust du dir am besten unter Akquisition > Search Console > Landingpages deine URL-Liste an. Denn schlechte Google-Rankings sind meist ein Indikator für ebensolche Inhalte. Ich filtere dazu die Seiten nach Position > 20, denn alles, was es nicht mal auf Seite 2 in den Suchergebnissen schafft, ist sicherlich kein guter Inhalt. Dazu kombiniere ich mindestens noch einen zweiten Filter wie z.B. die Absprungrate. Denn wenn Nutzer meine aus SEO-Sicht schlechte Inhalte massenweise wieder verlassen, ohne sich weiter durch zu klicken, dann ist das ein Indiz dafür, dass ich sie damit nicht abholen konnte.

Du kannst diese Filter auch weniger scharf oder noch schärfer einstellen, damit du eine kontrollierbare Menge an Inhalten aufgelistet bekommst. Anschließend exportierst du die Liste in Excel, um die Inhalte dort manuell nachzubereiten.

Screenshot aus Google Analytics

Validierung

In Excel füge ich dann neben den Spalten aus Analytics ein paar Zusatzfragen ein, die der Bewertung dienen. Durch einen manuellen Fragekatalog prüfe ich dann, was mit den Inhalten nicht stimmt (grau hinterlegte Spalten im Screenshot).

Um eine möglichst fundierte und automatisierte Aussage treffen zu können, sollten die Fragen in möglichst gleicher Form gestellt werden. Ich stelle die folgenden Fragen alle in negativer Form, damit ich dann durch die Höhe des Gesamtscores die Entscheidung treffen kann, ob ein Inhalt gelöscht oder überarbeitet werden soll:

  • Thema irrelevant?
  • Inhalte dünn?
  • Inhalt veraltet?
  • Strategisch Irrelevant?
  • Umsatzirrelevanz

Alle Fragen werden dann mit Ja = 1 oder Nein = 0 beantwortet. Der Katalog ließe sich noch erweitern, um eine komplexere Betrachtung zu ermöglichen. Je höher der Score dann ist, desto desto eher werden die Inhalte dann für eine Löschung und Weiterleitung in Betracht gezogen.

Ich empfehle dir dann in jedem Fall – egal ob Lösung oder Überarbeitung – die Vermerkfunktion von Analytics und ggf. deines SEO-Tools zu nutzen, um die Erfolge deines Content-Audits zu messen.

Analytics Vermerk Erstellen
Screenshot aus Google Analytics

Falls du noch Fragen hast oder die Excel-Tabelle als Vorlage brauchst, sag’s mir in den Kommentaren.

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