Free Theme or Premium Template
Möchtest du eine neue WordPress-Webseite entwickeln, einen Relaunch oder ein Redesign vornehmen? Dann brauchst du ein neues Design. Doch wie wählst du das richtige aus und ist ein Premium-Theme wirklich besser als ein kostenloses Template? Hier wirst du schlauer!

Es gibt tausende vorgefertigter Themes, die auf den ersten Blick gut ausschauen. Der Teufel steckt allerdings im Detail: Denn du siehst oft nicht auf den ersten Blick, ob die Themes schnell, funktional und einfach individualisierbar sind. Deswegen möchte ich dir mit diesem Beitrag eine kleine Einführung in die Welt der WordPress Themes geben.

Funktionsweise

Themes dienen als Schnittstelle zwischen dem Dateisystem auf dem Server und dem Redaktionssystem, womit die Inhalte und Einstellungen deiner Seite in einer (MySQL-)Datenbank bearbeitet und gespeichert werden. Dein Theme ist also für das Aussehen verantwortlich und fügt Dateien zum Design (sog. Stylesheets, PHP- und JavaScript-Dateien) mit deinen Inhalten zur fertigen Homepage, Blog oder Online Shop zusammen. Es ist also maßgeblich am Aussehen und der Bedienung deiner Seite verantwortlich. Die Kompatibilität des Themes ist auch für die Ladezeit und SEO verantwortlich.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Themes, die sich an unterschiedliche Ansprüche richten:

  1. Kostenpflichtige „Premium Themes“ für budgetorientierte Anwender
  2. Kostenlose Themes für Firmen mit hohen Ansprüchen

Anforderungen

Vorweg: Alle Themearten – egal ob kostenlos oder Premium – können professionell entwickelt sein, müssen es aber nicht. Es gibt nämlich nur wenig Qualitätsstandards, die meistens von Marktplätzen kommen und nur grobe Fehler im Code berücksichtigen.

Die Qualität eines Themes hängt von der Kompetenz der Theme-Entwickler ab. Ein gutes Theme schafft den Spagat zwischen Individualität, den benötigten Funktionen sowie top Performance. Letztendlich muss es aber zu deinem Bedarf passen.

Bevor du dich auf die Suche nach einem geeigneten Theme machst, solltest du dir eine Liste an Funktionen und Menüpunkten aufstellen, die du für nötig hältst:

  • Grundsätzlich halte ich die Benutzerfreundlichkeit im Frontend – dem sichtbaren Bereich – für am wichtigsten: Hier sollte deine Seite so einfach zu bedienen wie möglich sein. Am besten verzichtest du auf eine verschachtelte Menüführung sondern lieferst eindeutige Wege (Menüpunkte und Links), auf denen sich deine Nutzer bewegen sollen.
  • Aber auch die Benutzerfreundlichkeit im Backend – dem Administrationsmodus – ist wichtig, damit du und dein Team schnell ansprechende Inhalte entwickeln könnt: Hier bist du mit visuellen Editoren wie dem Visual Composer, Elementor oder dem neuen Gutenberg-Editor gut beraten. Letzter wird Ende 2018 mit WordPress 5.0 erscheinen und die zwei vorherigen überflüssig machen. 
  • Die wichtigsten technische Anforderungen habe ich in meinem t3n Beitrag zum Thema Relaunch beschrieben. Außerdem empfehle ich dir in Sachen Benutzerfreundlichkeit dieses Video und den passenden Blogbeitrag zur Navigation für lange Webseiten auf Dr.Web von mir.

Premium Themes

Premium Themes haben den großen Vorteil, schon sehr viel Design inkludiert zu haben. Das kann viel Geld sparen – erst Recht, wenn man sich selber eine Website zusammenstellen und die Kosten für eine Agentur sparen will. Eine einfache Konfiguration ist außerdem von Vorteil. 

Premium-Themes sind aber nicht Risikofrei:

  • Sie können nämlich genauso Fehler haben, wie ich anfangs schon erläutert habe.
  • Sie bieten zwar in der Regel mehr Support als kostenlose Themes, allerdings entspricht dies nicht immer der konstruktiven Hilfe, die du manchmal brauchst und erwartest. Der Support bei Premium Themes ist oft genauso schlecht wie bei kostenlosen Themes und beschränkt sich oft auf die Recherchemöglichkeit von Forenbeiträgen.
  • Ein echter Knackpunkt von Premium Themes ist deren  Begriffsdefinition: „Premium“ bedeutet, dass die Templates kommerziell vermarktet und somit auf größtmögliche Flexibilität ausgerichtet werden, damit möglichst viele Seitenbetreiber sie einsetzen können und kaufen. Das führt jedoch dazu, dass Premium Themes mit Funktionen vollgestopft werden und somit schwerer zu individualisieren sowie langsam sind.

Ich empfehle Premium-Themes nur Anfängern, die hohen Anspruch an Ästhetik aber wenig Ambitionen in Sachen Individualisierung haben. Meine drei Lieblings-Premium-Themes für WordPress sind:

  1. Enfold
  2. Avada
  3. Divi

Kostenlose Themes

Kostenlose Themes haben den Vorteil, meist sehr schlank zu sein. Das macht sie oft schnell, bedarf aber auch einiger Individualisierung. Für Webseitenbetreiber, die möglichst viel aus ihrer Website rausholen wollen, ist ein kostenloses Theme die ideale Entwicklungsgrundlage, da hier das Template nicht von Null auf entwickelt werden muss.

Die wohl bekanntesten kostenlosen Themes sind die WordPress-eigenen:

Eher unbekannt, da komplett ohne Styling, aber umso stärker ist das Theme des WordPress Gründers Matt Mullenweg underscores.me. Auf dieser  Grundlage haben wir auch unser eigenes kostenloses WordPress Theme entwickelt. Nur mit dem Unterschied, dass wir das Basis-Styling wie z.B. für Farbeinstellungen mit in den Customizer gepackt haben und zusätzlich einige sehr performante, für den Gutenberg-Editor ausgerichtete Funktionen implementiert haben.

Fazit

Ob du auf ein Premium oder auf ein kostenloses Theme setzt, hängt von deinem Bedarf ab. Ich bin ein Fan von Individualität und würde mich immer für die letzte Option entscheiden, um online nicht austauschbar zu wirken und deswegen Absprünge potenzieller Kunden zu riskieren. Aber mir ist auch klar, dass es in manchen Fällen wirtschaftlicher ist, sich im Mainstream von fertigen Templates zu bewegen.

Wenn du dich für ein Theme entschlossen hast, empfehle ich dir einen Blick auf die WordPress-Einstellungen zu werfen.

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