content audit

Jährliche Content-Audits

Einmal im Jahr solltest du die Inhalte deiner Website einer Qualitätssicherung unterziehen, um den Nutzen für Besucher und die SEO-Wirkung zu erhöhen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für den "Frühjahrsputz".

Content-Audits helfen schlechte und veraltete Inhalte loszuwerden oder zu optimieren. Einerseits wird dadurch der Nutzen einer Website verbessert, andererseits stellen Content-Audits und die folgenden Optimierungen einen der stärksten SEO-Motoren dar:

  • Low-Hanging-Fruits werden identifiziert und optimiert: Keywords auf Seite 2 in Google, die man relativ schnell auf Seite 1 bringen kann
  • Crawl-Budget wird optimiert, da die Suchmaschinen weniger Rechenpower und Energie mit der Indexierung schwacher Inhalte verschwenden müssen.
Man kann das Crawl-Budget nicht direkt einsehen, sondern nur in Form der Crawling-Statistiken einschätzen. Diese werden in der alten Google Search Console dargestellt. Screenshot aus Google Search Console.

Screening

Ich starte einen Content-Audit in der Regel mit Hilfe von Google Analytics. Denn durch den Einsatz von Filtern kann ich so schlecht performende Inhalte identifizieren.

Screenshot Google Analytics

Um schlecht performende Inhalte zu screenen, schaue dir am besten unter Akquisition > Search Console deine Landingpages an. Bekommst du hier keine Daten dargestellt, fehlt eine Verknüpfugn von Analytics mit der Google Search Console. Dies solltest du dann in Analytics unter Verwaltung > Property-Einstellungen > Search Console nachholen.

Schlechte Google-Rankings sind meist ein Indikator für ebensolche Inhalte. Ich filtere dazu die Seiten zunächst nach Position > 20, denn alles, was es nicht mal auf Seite 2 in den Suchergebnissen schafft, ist für Google kein guter Inhalt. Dazu kombiniere ich mindestens noch einen zweiten Filter wie z. B. eine Absprungrate > 80%. Denn wenn Nutzer meine aus SEO-Sicht schlechte Inhalte massenweise wieder verlassen, ohne sich weiter durch zu klicken, dann ist das ein Indiz dafür, dass ich sie damit nicht abholen konnte. Diese Inhalte sind höchstwahrscheinlich zu löschende Contents und sollten nun per Export in Excel heruntergeladen werden.

Screenshot aus Google Analytics

In einem zweiten Schritt empfehle ich dir, nur diejenigen Inhalte darzustellen, zwischen 11 und 20 ranken (über den Filter Position also). Den Filter der Absprungrate entfernst du hierzu. Diese Seiten können später die Low-Hanging-Fruits darstellen wie anfangs beschrieben. Anschließend exportierst du auch diese in Excel, um die Inhalte dort manuell nachzubereiten.

Validierung

In Excel füge ich die Daten in zwei Sheets ein. Neben den Spalten aus Analytics fügst du einen Fragenkatalog ein, mit dem bewertet wird, was mit den Inhalten nicht stimmt (grau hinterlegte Spalten im Screenshot).

Vorlage Downloaden

Um eine möglichst objektive Aussage treffen zu können, sollten die Fragen in möglichst gleicher Form gestellt werden. Ich stelle die folgenden Fragen alle in negativer Form, damit ich dann durch die Höhe des Gesamtscores die Entscheidung treffen kann, ob ein Inhalt gelöscht oder überarbeitet werden soll:

  • Thema irrelevant?
  • Inhalte dünn?
  • Inhalt veraltet?
  • Strategisch Irrelevant?
  • Nicht umsatzrelvant?

Alle Fragen werden dann mit Ja = 1 oder Nein = 0 beantwortet. Der Katalog ließe sich noch erweitern, um eine komplexere Betrachtung zu ermöglichen. Je höher der Score dann ist, desto eher werden die Inhalte dann für eine Löschung und Weiterleitung in Betracht gezogen. Je niedriger der Score, desto eher solltest du die Inhalte optimieren.

Ausblick

Ich empfehle dir den Content-Audit einmal im Jahr zu wiederholen und auch nicht zimperlich mit der Löschung schlechter, veralteter Inhalte zu sein. Diese Form der Qualitätssicherung hilft dir nicht nur, eine bessere Website für deine Nutzer und bessere Rankings zu erreichen, sondern auch den Überblick deiner Inhalte zu behalten. Abgesehen davon kannst du so einen jährlichen Soft-Relaunch durchführen, ohne alle paar Jahre einen großen Website-Relaunch mit den damit verbundenen Risiken in Kauf nehmen zu müssen.